Wettanbieter in der Kritik für Vereinssponsoring – Doch wieso?

Immer wieder kommt es vor, dass in der Öffentlichkeit das Thema illegale Sportwetten sowie Glücksspiele, besonders im Fußballbereich breitgetreten werden. Erst vor kurzem wurden mehrere Fußball-Profivereine ins Visier der Behörden genommen. Suchtexperten schlagen nun Alarm und warnen vor der Gefahr.

Egal ob Bwin, Tipico oder Interwetten. Auf allen Portalen lassen sich Wetten auf die verschiedensten Sportarten abschließen. Doch wann wird das Wetten zur Sucht und Gefahr für sich selbst? Diese Frage kann laut Stephan Naumann nicht eindeutig beantwortet werden. Besonders Vereine, die auf der Brust das Logo der Internetseiten präsentieren, kommen immer öfters in die Kritik und wandern automatisch in das Visier der Behörden. Mehrere Bundesligisten wie z.B. Werder Bremen, 1.FC Köln oder Borussia Dortmund schmücken ihr Trikot mit Namhaften Wettanbietern.

So auch in der 3. Liga. Fast die hälfte der Liga wird von Sunmaker als Hauptsponsor ausgestattet. Darunter Traditionsvereine wie Waldhof Mannheim, Hansa Rostock oder der Hallescher FC. Solch eine Präsenz eines Wettanbierters ist im deutschen Profifußball nicht weiter überraschend. Nämlich auch hierzulande sind Sportwetten, insbesondere Fußballwetten ein Milliardengeschäft, bei Fußball-TV-Übertragungen bestehen Werbeblöcke größtenteils aus Spots entsprechender Anbieter.

Die Vereine müssen grundsätzlich deutlich darauf hinweisen, dass sie nur für das Sportwetten-Angebot der Unternehmen werben. Wird dem nicht nachgegangen, so droht dem Verein eine Untersagungsverfügung, was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass das Sponsoring eingestellt werden müsste.

Suchtexperten schlagen Alarm

Besonders in den vergangenen Jahren sind die prozentuale Anteile der Online-Sportwetter deutlich angestiegen. Ein erheblicher Grund für den drastischen Anstieg sind Live-Sportwetten. Nach dem derzeitigen Glücksspielstaatvertrag sind diese größtenteils verboten. Ein weiterer Grund ist die Werbung, die betrieben wird. Alleine deutsche Profiklubs erhalten knapp 60 Millionen Euro von der Wettindustrie. Fast jeder Verein aus der Bundesliga wird von einem privaten Wettanbieter gesponsert. Darüberhinaus gibt es Partnerschaften zwischen dem DFB und Bwin, sowie zwischen der DFL und Tipico. Geht es nach den Experten, würde dadurch die Suchtgefahr verharmlost werden.

Was kann ich selbst gegen die Spielsucht tun?

Neben zahlreichen kostenlosen Anlaufstellen im Internet, gibt es auch mehrere Hotlines, bei denen Sie sich beraten lassen können. Wichtig für einen selbst ist es, die Ursache ausfindig zu machen:

  • Ist es nur eine Phase?
  • Will ich immer und immer mehr?
  • Geht es darum, Bewusstsein nach Enttäuschungen abzustumpfen?

Ein Heilmittel gegen die Spielsucht gibt es nicht. Oftmals führt der Weg an einer Therapie nicht vorbei. Der beste Weg nicht Spielsüchtig zu werden ist:

  • Haben Sie immer einen Überblick über ihr Geld
  • Setzen Sie sich Limits und überschreiten diese auch niemals

Falls Sie das Gefühl haben, dass Sie spielsüchtig sein könnten, so holen Sie sich umgehend Hilfe. Auch wenn der Gang zu Freunden oder Familie in dem ein oder anderen ein Schamgefühl auslöst, so sind diese, die Ihnen helfen können. Vertrauen Sie sich Ihrem besten Freund oder Freundin an.

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