Aufstieg in die 3. Liga – mehr Probleme und Unmut als Freude?

    Im Nordosten, genauer gesagt in Berlin knallten vor einigen Tagen die Sektkorken. Der FC Viktoria 1889 Berlin hat sich zum ersten Mal für die 3. Liga qualifiziert. Dementsprechend ging es bei den Spielern, Trainer und Betreuern sowie Familien und Fans hoch her, wenngleich wegen der Coronaregeln keine Aufstiegsparty organisiert werden konnte. Die Freunde wurdenjedoch ein paar Tage später gleich wieder gebremst. Bislang ist man bei Viktoria Berlin nur sportlich aufgestiegen, nachdem die Saison vorzeitig nach 11 Saisonspielen wegen Corona endgültig abgebrochen wurde.

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    Der Grund für die Sorgen: Die Spielstätte von Viktoria Berlin in Lichterfelde ist überhaupt nicht tauglich für die 3. Liga und bisher hat man überhaupt keine Planungen für den Sprung in den Profifußball gemacht und ehrlich auch gar nicht machen können, weil keiner genau wusste, wie und ob es wegen des Lockdowns überhaupt weitergeht.

    Entscheidung am grünen Tisch – nicht das Gelbe vom Ei

    Nun wurde es also amtlich gemacht, dass die Saison für beendet erklärt und Viktoria Berlin zum Aufsteiger wurde. Man erinnere sich, das letzte Saisonspiel fand bereits am 23. Oktober 2020, also vor knapp sechs Monaten statt. Damals besiegte Viktoria Berlin in der eigenen Spielstätte vor 650 Zuschauern das Team von Babelsberg 03 glatt mit 3:0. Wer damals auf einen Aufstieg von Viktoria Berlin gesetzt hat, konnte bei verschiedenen Online-Buchmachern, seinen Einsatz vervielfachen. Ein direkter Aufstieg war zu diesem Zeitpunkt eher unwahrscheinlich, zumal auch noch Aufstiegsspiele hätten eingeplant werden müssen.

    Wahrscheinlich ist dagegen, dass es der Amateurverein Viktoria Berlin sehr schwer haben wird in der Profiliga. Wer auf einen direkten Wiederabstieg setzt, wird bei den Sportwettenanbietern nur wenig Geld gewinnen können. Am Rande. Viele Sportwetten Anbieter bieten auch Casinospiele an und umgekehrt Online-Casinos auch Sportwetten. Einzahlungen können zum Beispiel auch mit Zimplervorgenommen werden. Das Besondere: In den Zimpler Casinos in Deutschland können sich neu angemeldete Kunden zum Start einen mitunter saftigen Bonus holen.

    Keine Sportstätten in der „Sportstadt“

    Aller Voraussicht nach muss der FC Viktoria 1889 Berlin sogar Berlin verlassen, um in der 3. Liga mitspielen zu können. Man munkelt, dass die Spiele weit entfernt in Cottbus oder im besten Fall in Babelsberg ausgetragen werden könnten. Der Grund ist, dass in Berlin derzeit auch keine Drittliga-tauglichen Stadien verfügbar sind. Die Betriebserlaubnis für den Jahnsportpark in Prenzlauer Berg beziehungsweise Pankow, zwischenzeitlich auch schonmal Heimat von Hertha BSC, ist abgelaufen. Das Mommsenstadion in Berlin Charlottenburg müsste genauso wie das Poststadion in Mitte erst wieder tauglich gemacht werden, was in der Kürze der Zeit und höchstwahrscheinlich auch finanziell nicht möglich wäre. Die „Alte Försterei“ des 1. FC Union kommt auch nicht in Frage, da sich die Spielpläne der Hausherren und des Neulings in der 3. Liga überschneiden könnten.

    Bei den Betreibern des Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadiums hatte man auch schon angefragt. Jedoch spielen bereits Babelsberg 03, Turbine Potsdam und die American Footballer der Potsdam Royals. Das große Problem ist, dass ein Stadion der 3. Liga mindestens 10.000 Zuschauer fassen muss. Außerdem müssen die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards erfüllt sein. Die Zeit wird daher knapp, da bis zum Mai bereits eine Lösung her muss. Der Traum eine dritte Profimannschaft im Fußball in Berlin zu sehen, scheint wohl ziemlich sicher ausgeträumt.

    Mehr Reserveteams als Traditionsvereine

    Zu den Aufsteigern in die 3. Liga gehören in der kommenden Saison auch gleich zwei Reserveteams von Profimannschaften. In der Regionalliga West setzte sich das Reserveteam von Borussia Dortmund am Ende klar gegen Verfolger Rot Weiss Essen als Tabellenführer durch. In der Regionalliga West schaffte das Reserveteam des SC Freiburg den Aufstieg, ebenfalls deutlich vor dem Zweitplatzierten Offenbach. Die Saison in der Regionalliga West und Südwest konnte im Gegensatz zur Regionalliga Ost ausgespielt werden.

    Die Fans vieler Klubs in der 3. Liga sind jedoch überhaupt nicht begeistert, da zusammen mit der zweiten Mannschaft von Bayern München nun schon drei Reserveteams von Mannschaften aus der Ersten Fußball Bundesliga in der 3. Liga mitspielen. Sie sagen, dass die 3. Liga den Traditionsklubs vorbehalten bleiben sollten. Außerdem droht in dem einen oder anderen Spiel auch Wettbewerbsverzerrung, da die Reserveteams oft Profis aus der ersten Mannschaft in die 3. Liga abstellen, beispielsweise um Spielpraxis zu gewinnen. Streit gibt es immer wieder auch um die Verteilung der Fernsehgelder, da die Klubs aus der Ersten Fußball Bundesliga ohnehin schon gesegnet sind und nicht auch noch für ihre Reserveteams Geld bekommen sollen.

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