Merchandising im Fußball: So steigern Vereine ihren Umsatz

Foto: Waldhof News

Die Faszination für die 1. Fussball Bundesliga ist ungebrochen und das schlägt sich auch in den Zahlen wieder. Der Fussball spricht alle gesellschaftlichen Klassen an und die Eliteklasse des deutschen Fussballs ist längst zum Milliardengeschäft geworden. Das schlägt sich auch in blanken Zahlen nieder. Trotz Corona-Krise und sinkenden Einnahmen verzeichneten die 18 Erstligaclubs der 1. Bundesliga im Geschäftsjahr 2021 weiterhin einen stolzen Gesamtumsatz von 3,8 Milliarden Euro. Doch wie gliedert sich der immense Umsatz für einen Bundesligisten eigentlich prozentual auf?

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Umsatzverteilung der 1. Fussball Bundesliga

Die Bundesliga boomt – auch in finanzieller Hinsicht! In der Saison 2018/19 erwirtschafteten die Proficlubs einen Rekordumsatz von 4,02 Milliaden Euro und es wurde erstmals die 4-Milliarden-Marke übertroffen. Doch woher kommt das Geld und wie gliedert sich der Umsatz prozentual auf?

TV-Gelder 36,9 %
Werbung / Sponsoring 21,9 %
Transfereinnahmen 16,9 %
Ticketverkäufe 12,9 %
Sonstiges 8,0 %
Merchandising 4,4 %

Den Löwenanteil der Einnahmen generieren die Vereine durch TV-Gelder. Die Vergabe der nationalen und internationalen Fernsehrechte erfolgt durch die DFL und Live-Übertragungen sowie Zweitrechte spülen den Vereinen ordentlich Geld in die Kassen! Eine weitere fundamentale Einnahmequelle sind die Werbeeinnahmen, beispielsweise durch Trikot-, Haupt- und Nebensponsoren, Stadionwerbung, etc. Verfolgt ein Verein eine kluge Transferpolitik, stehen Transfererlöse zu Buche. Ticketeinnahmen und Sonstige Einnahmen (Überlassung von Nutzungsrechten, Catering, Vermietung

und Verpachtung, Mitgliedsbeiträge, etc.) sind weitere wichtige wirtschaftliche Faktoren und den prozentual niedrigsten Anteil am Umsatz macht der Umsatz mit Fanartikeln aus.

Mehr Umsatz durch Merchandising

Jeder Bundesligaverein ist längst kein einfacher Verein mehr, vielmehr handelt es sich durchweg um professionell geführte und ausgegliederte Kapitalgesellschaften oder, wie das Beispiel Borussia Dortmund zeigt, um eine Aktiengesellschaft. Wer BVB Aktien kauft, tut dies nicht aus reiner Liebe zum Verein, sondern weil er Dividende sehen will. Positive Ad-Hoc News, steigender Umsatz und gute Bilanzen wirken sich natürlich auch auf den Aktienkurs aus.

Das die Verantwortlichen ständig auf der Suche nach Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung sind, ist also durchaus nachvollziehbar und der Verkauf von fanartikeln bietet immer Wachstumspotential. Beschränkte sich in den 80-90 Jahren das Merchandising größtenteils auf den Verkauf von Trikots, Schals und Wimpeln, hat heutzutage ein Spitzenverein wie Borussia Dortmund im BVB Shop durchschnittlich 1500 verschiedene Fanartikel auf Lager.

Zu den Kassenschlagern gehören in erster Linie die Trikots. Längst ist es üblich, dass zu jeder neuen Saison auch ein neues Heim- und Auswärtstrikot erscheint und wer ein echter Fan ist, kauft sich jedes Jahr das aktuelle Trikot und im Regelfall auch noch beflockt mit dem Namen des Lieblingsspielers auf dem Rücken. Im BVB Shop ist das Trikot von Marco Reus übrigens das meistgefragte, gefolgt vom Dress von Erling Haaland.

Die Angebotspalette an Fanartikeln ist sehr reichhaltig und beinahe schon ausgereizt. Nennenswerte Umsatzsteigerungen sind auf dem nationalen Markt kaum mehr möglich. Anders sieht es da für Spitzenvereine wie Borussia Dortmund oder Bayern München aus. Die regelmäßige Teilnahme an der Champions-League und das erlangte nternationale Renommee fördert internationales Fanwachstum und steigende Umsatzerlöse durch weltweiten Fanartikelverkauf

 

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