,

Zoff an der Seitenlinie: Hansa-Sportdirektor mit deutlichen Worten

Foto: Lars Zimmermann

Das 1:1 von Hansa Rostock bei Rot-Weiss Essen hatte auch nach dem Abpfiff noch reichlich Gesprächsstoff zu bieten. FCH-Sportdirektor Amir Shapourzadeh störte sich vor allem am Verhalten der Essener Verantwortlichen an der Seitenlinie. Zudem sorgte eine nicht geahndete Szene im Strafraum für Diskussionen.

Shapourzadeh ärgert sich über Unruhe an der Seitenlinie

Sportlich trennten sich Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock mit einem Unentschieden, doch die Stimmung an der Hafenstraße blieb während der Partie angespannt. Mehrere Entscheidungen von Schiedsrichter Lukas Benen sorgten auf beiden Seiten für Reaktionen, fünf Rostocker Spieler sahen zudem die Gelbe Karte. Nach Spielende richtete sich der Ärger von Hansas Sportdirektor Amir Shapourzadeh vor allem gegen das Verhalten rund um die Essener Ersatzbank.

Seiner Wahrnehmung nach hätten sich dort zahlreiche Verantwortliche immer wieder lautstark gegenüber dem Schiedsrichterteam geäußert. Dabei nannte der 43-Jährige unter anderem Essens Sportchef Christian Flüthmann sowie Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Leiter Sport Markus Steegmann, die sich in der Schlussphase ebenfalls im Bereich der Bank befanden. Shapourzadeh kritisierte, dass aus seiner Sicht eine Vielzahl von Personen regelmäßig auf Entscheidungen des Unparteiischen reagiert habe. In drastischen Worten sprach er davon, dass dort „jeder alle zwei Sekunden auf den Schiedsrichter einpöbelt“.

Essener Verantwortlicher offenbar nahe an Hansa-Bank

Besonders störte sich der Rostocker Sportdirektor daran, dass sich ein Essener Funktionär während der hitzigen Schlussphase weit in Richtung des Gästebereichs bewegt haben soll. Nach Darstellung Shapourzadehs sei Essens Geschäftsführer dabei beinahe bis zur Rostocker Bank gekommen. Für den Hansa-Verantwortlichen warf das auch Fragen zur Rolle des vierten Offiziellen auf. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb eine solche Situation an der Seitenlinie überhaupt entstehen könne.

Ich weiß gar nicht, was er da zu suchen hat“, sagte Shapourzadeh mit Blick auf den Essener Geschäftsführer. Anschließend überspitzte er seine Kritik und stellte sogar den Nutzen des vierten Offiziellen infrage, wenn dieser derartige Situationen nicht verhindere.

Auch mögliche Strafraumszene sorgt für Diskussionen

Neben dem Geschehen an der Seitenlinie beschäftigte Hansa auch eine Szene mit Niklas Kölle. Der Rostocker Verteidiger wurde in einem Zweikampf mit Essens Jannik Hofmann von dessen Hand berührt und verlor anschließend das Gleichgewicht. Einen Strafstoß gab Schiedsrichter Benen nicht. Shapourzadeh vermied zwar die Festlegung, dass zwingend ein Elfmeter hätte gepfiffen werden müssen, hielt die Szene aber für zumindest diskussionswürdig. Bei der Geschwindigkeit des Zweikampfs sei fraglich gewesen, welche Rolle der Armeinsatz Hofmanns gespielt habe. Vergleichbare Situationen hätten in anderen Partien bereits zu Strafstößen geführt, erklärte der Sportdirektor sinngemäß.

Punktgewinn gerät nach Abpfiff in den Hintergrund

Damit rückte das sportliche Ergebnis unmittelbar nach Spielende beinahe in den Hintergrund. Hansa nahm zwar einen Punkt aus Essen mit, bei den Rostocker Verantwortlichen überwog zunächst jedoch der Ärger über die Begleitumstände der Partie. Ob die Szenen an der Seitenlinie noch weitere Folgen haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Klar ist allerdings: Das nächste Aufeinandertreffen beider Vereine dürfte nach den deutlichen Aussagen aus Rostock zusätzliche Brisanz besitzen.

DEINE MEINUNG ZÄHLT

Diskussion eröffnen

Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.

0
Noch keine KommentareSei der Erste, der seine Einschätzung teilt.
MITDISKUTIEREN

Kommentar schreiben

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Erscheint als Vereinsplakette neben deinem Namen.

8–2.500 Zeichen · maximal 2 Links