Der SV Waldhof Mannheim hat bei der SG Sonnenhof Großaspach ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 5:1-Auswärtserfolg sicherten sich die Kurpfälzer drei wichtige Punkte und verbesserten sich in der Tabelle der 3. Liga auf den sechsten Platz. Dabei fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase, als ein Mannheimer Einwechselspieler zum entscheidenden Faktor wurde.
Muteba N’Tumba macht aus knappem Vorsprung einen Kantersieg
Lange deutete im Duell der beiden baden-württembergischen Vereine wenig auf ein derart klares Ergebnis hin. Zwar führte Mannheim bereits zur Halbzeit mit 2:1, doch Großaspach blieb nach dem Seitenwechsel im Spiel und versuchte, den Rückstand aufzuholen. Erst in der 76. Minute sorgte Nolan Muteba N’Tumba für die Vorentscheidung. Der eingewechselte Offensivspieler traf mit einem abgefälschten Schuss zum 3:1. Nur drei Minuten später stand er erneut richtig und verwertete eine Vorlage von Julian Rieckmann zum vierten Mannheimer Treffer.
Den Schlusspunkt setzte Julian Ulbricht in der 87. Minute. Innerhalb von nur zwölf Minuten hatte der Waldhof seine Führung von 2:1 auf 5:1 ausgebaut. Die konsequente Chancenverwertung in der Schlussphase machte den Unterschied auf der Anzeigetafel noch deutlicher.
Ogbemudia erlebt eine besondere erste Halbzeit
Dass Mannheim überhaupt in Führung gehen konnte, war nach dem Beginn der Partie keineswegs selbstverständlich. Großaspach nutzte bereits in der elften Minute seine erste gute Offensivaktion zur Führung. Ein Zuspiel von Niklas Pollex wurde von Waldhof-Verteidiger Oluwaseun Ogbemudia unglücklich abgewehrt. Luca Molinari profitierte davon und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Front.
Die Mannheimer benötigten allerdings kaum Zeit, um diesen Rückschlag zu verarbeiten. Lediglich 24 Sekunden nach dem Wiederanpfiff stellte Lovis Bierschenk auf 1:1. Goncalo Gregorio hatte den Angreifer in Position gebracht, der vor Großaspachs Torhüter Maximilian Reule sicher abschloss. Besonders bemerkenswert war anschließend die Rolle von Ogbemudia. Der Verteidiger, dessen Abwehrversuch das Gegentor begünstigt hatte, erzielte in der 27. Minute selbst das 2:1. Nach einer Kopfballvorlage von Lukas Klünter war er ebenfalls per Kopf erfolgreich und drehte damit die Partie zugunsten der Gäste.
Waldhof lässt mehrere Möglichkeiten ungenutzt
Schon vor den drei späten Treffern hätte Mannheim für klarere Verhältnisse sorgen können. Gregorio umspielte in der 31. Minute Torhüter Reule, scheiterte anschließend jedoch an Arbnor Nuraj, der den Ball noch vor der Torlinie abwehrte. Auch nach der Pause boten sich dem SVW Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Julian Rieckmann ließ in der 54. Minute eine Gelegenheit verstreichen. Neun Minuten später verhinderte Antonis Aidonis einen weiteren Gegentreffer, als er einen Abschluss von Gregorio noch rechtzeitig klärte.
Auf der anderen Seite hatte Großaspach durchaus die Gelegenheit zum Ausgleich. Kurz nach Wiederbeginn zwang der eingewechselte Lukas Stoppel Waldhof-Schlussmann Thijmen Nijhuis mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade. Im weiteren Verlauf verzeichnete der Aufsteiger zwar längere Ballbesitzphasen, fand gegen die Mannheimer Defensive aber zu selten Lösungen. Der Waldhof konzentrierte sich zunehmend auf eine kompakte Absicherung und nutzte die entstehenden Räume für schnelle Gegenangriffe.
Mannheim rückt an die Spitzengruppe heran
Mit dem deutlichen Auswärtssieg verbessert sich der SV Waldhof nach acht Saisonspielen auf 13 Punkte und belegt damit den sechsten Tabellenplatz. Der Abstand zur oberen Tabellenregion bleibt überschaubar. Für Großaspach stellt sich die Situation dagegen schwieriger dar: Der Aufsteiger steht mit acht Zählern auf Rang 16. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt beiden Mannschaften nicht. Bereits am 14. Oktober, steht die nächste Aufgabe an. Mannheim empfängt um 19 Uhr den FC Ingolstadt, während Großaspach zeitgleich bei Viktoria Köln antritt.
Für den Waldhof bietet die Englische Woche damit die Gelegenheit, den Aufwärtstrend zu bestätigen. Entscheidend dürfte sein, ob die Mannschaft ihre spielerischen Vorteile auch gegen Ingolstadt wieder in Tore ummünzen kann.



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