Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat die SG Dynamo Dresden nach den Krawallen rund um den Aufstieg dazu aufgefordert, sich aktiv mit den Ereignissen auseinanderzusetzen. Der Verein meldet sich nun zu Wort und bezieht Stellung.
Nach dem Dynamo-Aufstieg in die 2. Bundesliga kam es vor dem Stadion zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Fans der SGD. Rund 185 Polizisten wurden dabei verletzt. „Die Bilder des gestrigen Tages stehen für sich, denn sie sprechen eine deutliche Sprache. Wir sind entsetzt und verurteilen diese Gewalt auf das Schärfste. Gleichzeitig entschuldigen wir uns im Namen des Vereins bei allen verletzten Personen und wünschen ihnen eine schnelle und vollständige Genesung„.
Dynamo Dresden verurteilt toleriert keine Gewalt!
Außerdem verdeutlicht man, dass man die „gezielten Angriffe einer gewaltbereiten
Minderheit auf Journalisten und Polizisten unter keinen Umständen toleriert. Und gleichzeitig betonen wir, dass das keine Fans von Dynamo Dresden sind. Sie stellen sich über Recht und Gesetz und darüber hinaus über unseren Verein und seine Werte. Gewalt ist kein legitimes Mittel, um seine Interessen durchzusetzen.“ Bereits im Vorfeld wurde das Stadion großräumig abgesperrt. Aufgrund der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung war wieder im noch am Rudolf-Harbig-Stadion Zuschauer zugelassen.
Dennoch versammelt sich rund 5.000 Fans vor der Heimspielstätte der SGD um ihre Mannschaft zu feiern. Bis zum 3:0-Führungstreffer war die Lage noch entspannt. Erst im Anschluss begann die Situation zunehmend aggressiver zu werden und es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans. „Nach der heutigen ersten internen Analyse werden wir im nächsten Schritt mit unseren Netzwerkpartnern für Ordnung und Sicherheit die Aufarbeitung der Vorkommnisse unmittelbar fortsetzen“.
Dabei geht es auch um die „Kommunikation sowie Verhältnismäßigkeit der Gefahrenabwehr vor und während des Spieltags, um zu verstehen, wie aus der zunächst friedlichen Ansammlung von Dynamo-Fans erst eine kollektive Enthemmung und im weiteren Verlauf extreme Eskalation entstehen konnte . Fest steht schon jetzt: Es wurden Fehler gemacht –
und zwar auf allen Seiten.“



