Ex-Dynamo-Sportchef Becker äußert sich zu seinem Abschied: Was er anders gemacht hätte

Neun Monate nach seinem überraschenden Aus als Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden bricht Ralf Becker sein Schweigen. Im Podcast „Schwarz-Gelb“ blickt der 54-Jährige auf seine Amtszeit zurück und übt Selbstkritik – ohne Vorwürfe zu erheben.

Plötzlicher Schnitt nach 1343 Tagen

Von Juli 2020 bis März 2024 war Becker Sportgeschäftsführer bei Dynamo Dresden. In dieser Zeit erlebte er mit dem Verein Höhen und Tiefen: den direkten Wiederaufstieg, den bitteren Abstieg und den verpassten Aufstieg im Jahr darauf. Nach einer starken Hinrunde 2023 rutschte Dynamo 2024 in der Rückrunde ab und geriet sportlich ins Hintertreffen.

Trotz dieser Entwicklung sei sein Abschied weniger sportlich motiviert gewesen als durch interne Veränderungen, erklärt Becker. “Es war die Konstellation. Es gab einen Wechsel in der Geschäftsführung, die Zuständigkeiten waren verteilt. Das musste geklärt werden, und ich denke, dass das mit meiner Freistellung gelöst wurde“, wird Becker in „TAG24“ zitiert.

Kritik und Reflexion

Der Aufsichtsrat begründete seine Entscheidung damals mit mangelndem Vertrauen in Beckers Führungsstärke, Zusammenarbeit und Kommunikation. Becker selbst räumt Defizite in der internen Kommunikation ein: “Ich hätte das eine oder andere Gespräch mehr führen müssen, um alle besser mitzunehmen. Gleichzeitig bleibt er überzeugt, in den sportlichen Kernbereichen keine grundsätzlich anderen Entscheidungen getroffen zu haben.

Blick nach vorn

Nach seinem Abschied habe Becker etwas Abstand gebraucht, um die Situation zu verarbeiten. Jetzt sei er bereit für neue Herausforderungen im Profifußball: “2025 möchte ich wieder in einem Verein arbeiten.”

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