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„Ersten Fight annehmen“: Wörle heiß auf Preußen-Auftakt in Wiesbaden

Sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter Preußen Münster, nun zählt es erstmals unter Wettbewerbsbedingungen. Für Thomas Wörle beginnt seine Amtszeit beim SCP am heutigen Samstag direkt mit einer anspruchsvollen Aufgabe: Zum Auftakt der neuen Drittliga-Saison geht es zu Aufstiegsaspirant Wehen Wiesbaden. Der neue Preußen-Coach erwartet einen intensiven Start und kündigt an, den ersten „Fight“ der Spielzeit annehmen zu wollen.

Wörle spürt das Kribbeln vor seinem Pflichtspieldebüt

Wenn Preußen Münster am heutigen Samstag um 14 Uhr in der BRITA Arena aufläuft, sitzt Thomas Wörle erstmals in einem Pflichtspiel auf der Bank der Adlerträger. Beim 44-Jährigen ist die besondere Spannung vor dem Auftakt längst angekommen. Er verspüre „Vorfreude“, dazu Neugier und ein „Kribbeln“, beschrieb Wörle die Stimmung vor seiner Premiere. Diese Energie wolle er auch auf die Mannschaft übertragen. Personell kann der Trainer dabei aus einem nahezu vollständigen Kader wählen. Lediglich Simon Scherder, Malik Batmaz, Marvin Schulz und Luca Bolay fallen verletzt aus.

Für Wörle und sein Trainerteam bedeutet das zugleich, dass einige unangenehme Entscheidungen getroffen werden müssen. Während der Vorbereitung hatten sich in zahlreichen Doppeltests praktisch alle Akteure zeigen können. Jetzt muss daraus erstmals eine Startelf unter Pflichtspielbedingungen entstehen. Wörle macht allerdings deutlich, dass sich seine Sicht nicht allein auf die ersten elf Spieler richtet. „Jeder in der Mannschaft ist für uns total wichtig“, betonte der Preußen-Coach.

Ein voller Kader vor einer vollen Woche

Schon der Saisonstart verlangt Münster einiges ab. Nach der Partie in Wiesbaden wartet unter der Woche das Pokalspiel in Vreden, anschließend steht das nächste Ligaduell gegen den FC Ingolstadt an. Entsprechend wichtig dürfte die Breite im Kader werden. Wörle spricht von einer „intensiven Woche“, in der nicht nur die erste Formation gefragt sein wird. Zunächst richtet sich allerdings alles auf Wiesbaden. Und dort wartet ein Gegner, der mit der 3. Liga kaum enger verbunden sein könnte.

Wiesbaden schielt wieder Richtung 2. Bundesliga

Geht es nach den Verantwortlichen beim SVWW, soll ein weiteres Jahr in Liga 3 wohl vermieden werden. In Wiesbaden ist der Blick wieder vorsichtig nach oben gerichtet. Auch Wörle zählt die Mannschaft zum Kreis der Aufstiegskandidaten. Besonders die gewachsene Struktur des Gegners hat der Münsteraner Trainer im Blick. Wiesbaden agiere „sehr geschlossen“, sei eingespielt und in seinen Abläufen bereits weit. Sowohl mit als auch gegen den Ball erkenne er beim SVWW eine ausgeprägte Spielkontrolle. Für die Preußen ergibt sich daraus eine klare Erwartung: Von Beginn an dürfte es körperlich und spielerisch zur Sache gehen. Wörle rechnet mit „hoher Intensität“.

Preußen will seinen eigenen Weg unter Druck finden

Während Wiesbaden auf viele etablierte Abläufe zurückgreifen kann, beginnt in Münster eine neue Phase. Der Kader verbindet erfahrene Führungsspieler mit neuen Kräften und hat während der Vorbereitung erste Entwicklungsschritte gemacht. Abgeschlossen ist dieser Prozess keineswegs. Genau das gehört für Wörle zum Plan. Vor der Saison hatte der SCP sein Ziel bewusst ohne große Kampfansagen formuliert. Münster möchte zunächst „in der Liga ankommen“, Stabilität entwickeln und sich von Partie zu Partie steigern. Entscheidend wird dabei sein, wie die neu zusammengestellte Mannschaft reagiert, wenn aus Vorbereitung Wettkampf und aus Testspielern Drucksituationen werden.

Die erste Antwort darauf soll es in Wiesbaden geben. Wörle fordert von seiner Mannschaft die Bereitschaft, den ersten „Fight“ anzunehmen und „alles für Preußen Münster“ auf dem Platz zu lassen. Unterstützung bekommt der SCP dabei reichlich. 1.319 Preußen-Fans reisen mit nach Hessen und sorgen dafür, dass Wörles erstes Pflichtspiel keineswegs ohne schwarz-weiß-grüne Rückendeckung stattfinden wird. Der Auftakt liefert Münster damit direkt einen ersten echten Standorttest. Gegen einen eingespielten Gegner mit Aufstiegsambitionen wird sich zeigen, wie belastbar die Fortschritte aus sechs Wochen Vorbereitung bereits sind. Für Wörle und seine Mannschaft beginnt die neue Saison jedenfalls ohne lange Anlaufphase.

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