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„Viel Glück und Geduld“: Elversberg-Coach Wagner hofft auf MSV-Aufstieg

Der MSV Duisburg hat den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals verpasst, aus dem Duell mit der SV Elversberg aber wertvolle Bestätigung mitgenommen. Nach dem 1:3 würdigte Gäste-Trainer Vincent Wagner den couragierten Auftritt der Zebras und verband seine Rückkehr an die Wedau mit einem klaren Wunsch für seinen früheren Verein.

Duisburg fordert den Bundesliga-Aufsteiger

Das Ergebnis fiel am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange Zeit vermuten ließ. Erst in der 88. Minute sowie in der Nachspielzeit entschied der eingewechselte Francis Onyeka die Partie mit einem Doppelpack zugunsten der Elversberger. Bis dahin hatte der MSV dem Bundesliga-Aufsteiger in der ersten Runde des DFB-Pokals einen intensiven Kampf geliefert. Wagner sprach anschließend vom erwarteten schwierigen Spiel. Seine Mannschaft habe die Begegnung zunächst kontrolliert, nach dem Seitenwechsel jedoch nicht mehr dieselbe Souveränität gezeigt. Duisburg nutzte diese Phase und belohnte sich zehn Minuten nach Wiederbeginn mit dem Ausgleich.

Für Wagner war die Begegnung auch aus persönlicher Sicht besonders. Zwischen 2018 und 2021 arbeitete der Elversberger Trainer im Nachwuchsbereich des MSV und betreute die Duisburger U19. Sein Gegenüber Dietmar Hirsch kennt wiederum die Saarländer aus eigener Erfahrung: In der Saison 2013/14 stand er in der 3. Liga bei Elversberg an der Seitenlinie.

Lobinger setzt das sportliche Ausrufezeichen

Im Mittelpunkt des Duisburger Auftritts stand Lex-Tyger Lobinger. Der Angreifer erzielte nicht nur den zwischenzeitlichen Ausgleich, sondern überzeugte seinen Trainer auch mit Einsatzbereitschaft und Entschlossenheit. Hirsch hob besonders die Energie, die Kraft und den Mut seines Stürmers hervor. Für den MSV-Coach unterstrich Lobinger damit seine Stellung als wichtigste Option im Angriff. Auch Wagner zeigte sich vom Treffer beeindruckt und bezeichnete das Tor als „wirklich geil“.

Der Ausgleich war zugleich Ausdruck einer Phase, in der Duisburg dem höherklassigen Gegner erhebliche Probleme bereitete. Dass für den MSV sogar mehr möglich gewesen wäre, zeigten weitere Gelegenheiten durch Symalla und Safi. Hirsch verwies nach dem Abpfiff darauf, welche Dynamik eine Duisburger Führung im Stadion hätte auslösen können. Stattdessen fiel das 1:2 aus seiner Sicht zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.

Hirsch trennt Leistung und Resultat

Trotz des Ausscheidens überwog beim Duisburger Trainer der Stolz auf die Vorstellung seiner Mannschaft. Entscheidend sei nicht allein die Niederlage gewesen, sondern die Art, wie sich der MSV gegen den Bundesliga-Aufsteiger präsentiert habe. Die Reaktion der Zuschauer nach dem Schlusspfiff wertete Hirsch als Anerkennung für einen leidenschaftlichen Pokalabend. Für Duisburg liefert die Partie damit vor allem einen sportlichen Maßstab. Der Drittligist konnte über weite Strecken mithalten, blieb auch nach Rückschlägen aktiv und zwang den Favoriten bis in die Schlussphase zu höchster Konzentration. Das späte Resultat änderte wenig daran, dass zwischen beiden Teams lange kein deutlicher Klassenunterschied erkennbar war.

Wagner hofft auf die Rückkehr des MSV

Zum Abschluss richtete Wagner den Blick auf die weitere Saison seines früheren Vereins. Er wünschte dem MSV ausdrücklich Glück und Geduld im Aufstiegsrennen. Wagner war vor seinem Bundesliga-Aufstieg mit Elversberg bereits mit der U23 der TSG Hoffenheim in die 3. Liga aufgestiegen. Den gelungenen Saisonstart der Duisburger sieht er als gute Grundlage. Nach dem Pokal-Aus muss der MSV nun dafür sorgen, dass die überzeugende Leistung gegen Elversberg nicht nur Anerkennung bringt, sondern auch neuen Schwung für den Liga-Alltag.