Regionalliga-Reform: DFB erteilt fünf Absteigern aus der 3. Liga eine Absage

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Im Ringen um eine Neuordnung der Regionalligen verschärft der DFB den Ton. Geschäftsführer Manuel Hartmann erteilt Überlegungen, die 3. Liga auf 22 Vereine zu erweitern und künftig fünf Mannschaften absteigen zu lassen, eine deutliche Absage. Stattdessen wirbt der Verband für das viergleisige Kompassmodell, über das bei einem außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember entschieden werden soll.

Hartmann erinnert an frühere Vereinbarung

Im Zentrum der Debatte steht weiterhin die Frage, wie künftig jeder Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen kann. Derzeit existieren fünf Regionalligen, entsprechend kompliziert ist die Verteilung der Aufstiegsplätze. Als Alternative zu einer Reduzierung auf vier Staffeln wird aus dem Kreis der Regionalliga-Träger eine Erweiterung der 3. Liga auf 22 Mannschaften mit fünf Auf- und Absteigern ins Spiel gebracht. Für Hartmann kommt dieses Modell jedoch nicht infrage.

Am Rande der Drittliga-Partie zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem MSV Duisburg (1:4) verwies der DFB-Geschäftsführer bei „MagentaSport“ auf eine Vereinbarung aus der Vergangenheit. Die 3. Liga habe bereits einen vierten Abstiegsplatz akzeptiert. Im Gegenzug sei seinerzeit eine Reduzierung der fünf Regionalligen auf vier Staffeln zugesagt worden. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Hartmann die Forderung nach einem fünften Absteiger als „nicht legitim“. Eine weitere Belastung würde aus seiner Sicht zudem Auswirkungen auf Spielplanung und wirtschaftliche Stabilität der Drittligisten haben. Auch das Vertrauen in getroffene Vereinbarungen spiele dabei eine Rolle.

DFB setzt auf vier Regionalligen

Damit positioniert sich der DFB klar gegen Bestrebungen, die bestehende Zahl von fünf Regionalligen beizubehalten. Der bayerische Verbandspräsident Dr. Christoph Kern bereitet dem Bericht zufolge einen entsprechenden Antrag vor. Für Bayern geht es dabei insbesondere um den Fortbestand einer eigenen Regionalliga-Staffel. Der DFB verfolgt einen anderen Ansatz. Mit dem sogenannten Kompassmodell sollen künftig vier Regionalligen bestehen. Die Zuordnung der Klubs soll sich dabei unter anderem an möglichst kurzen Reisewegen orientieren.

Genau dieser Punkt sorgt allerdings noch für Diskussionen. Vereine aus Hessen befürchten beispielsweise, bei einer jährlich neu vorgenommenen geografischen Einteilung auf unterschiedliche Staffeln verteilt zu werden. Der Verband will deshalb vor der endgültigen Abstimmung noch Anpassungen vornehmen und bestehende Vorbehalte stärker berücksichtigen. Hartmann betonte, dass der DFB den betroffenen Klubs zugehört habe. Ziel sei ein Antrag, der berechtigte Bedenken aufgreife und dadurch eine möglichst tragfähige Lösung ermögliche.

DFB will 3. Liga sportlich nicht schwächen

Hinter der Haltung des Verbandes steckt auch eine sportliche Grundsatzfrage. Statt die 3. Liga durch zusätzliche Teilnehmer und weitere Abstiegsplätze zu verändern, soll nach den Vorstellungen des DFB die Ebene darunter stärker gebündelt werden. Hartmann misst der 3. Liga insbesondere für die Entwicklung junger Spieler eine wichtige Rolle bei. Talente müssten sich dort auf hohem Niveau behaupten und gleichzeitig ausreichend Spielpraxis erhalten. Der DFB habe deshalb auch seinen Fördertopf erweitert und wolle weitere Anreize schaffen.

Eine stärkere Konzentration der leistungsorientierten Regionalligisten auf vier Staffeln soll nach dieser Logik den sportlichen Wettbewerb unterhalb der 3. Liga erhöhen. Gleichzeitig würde das grundlegende Problem der bisherigen Aufstiegsregelung verschwinden: Bei vier Regionalligen könnten alle vier Meister direkt aufsteigen.

Entscheidung soll am 18. Dezember fallen

Der außerordentliche DFB-Bundestag soll nach Hartmanns Angaben als Präsenzveranstaltung stattfinden. Dort können neben dem vom Verband favorisierten Kompassmodell auch andere Anträge zur Abstimmung gestellt werden. Bis dahin dürfte vor allem die konkrete Ausgestaltung der Reform entscheidend sein. Der DFB muss einerseits genügend Unterstützung für die Reduzierung auf vier Staffeln organisieren und andererseits Lösungen für Regionen finden, die durch eine flexible geografische Einteilung Nachteile befürchten.

Klar ist nach Hartmanns Aussagen zumindest die Ausgangsposition des Verbandes: Eine Lösung über fünf Aufsteiger und fünf Absteiger sowie eine auf 22 Mannschaften vergrößerte 3. Liga findet beim DFB keine Unterstützung.

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