Der MSV Duisburg hat seine starke Frühform in der 3. Liga auch in Wiesbaden bestätigt. Nach dem 4:1-Auswärtssieg rückten bei den Zebras vor allem zwei Themen in den Mittelpunkt: die gewachsene Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft und das überzeugende Debüt von Frederik Christensen. Trainer Dietmar Hirsch und Dominik Kother zeigten sich entsprechend zufrieden, ohne den Saisonstart überzubewerten.
Hirsch spricht von „hochverdientem Sieg“
Sechster Erfolg im siebten Saisonspiel, dazu bereits der dritte Auswärtssieg bei vier Auftritten in der Fremde: Der MSV Duisburg geht als Tabellenführer in die längere Spielpause. Für Dietmar Hirsch gab es nach dem überzeugenden Auftritt beim SV Wehen Wiesbaden wenig Anlass zur Kritik. „Es war ein hochverdienter Sieg“, bilanzierte der Duisburger Trainer nach der Partie. Vor allem die Leistung vor der Pause hatte ihm gefallen. Hirsch sah eine „sehr gute, effektive erste Halbzeit“ seines Teams, das seine Möglichkeiten konsequent nutzte und mit schnellen Umschaltaktionen immer wieder für Gefahr sorgte.
Dominik Kother hatte Duisburg mit einem Doppelpack früh auf Kurs gebracht. Frederik Christensen erhöhte bei seinem ersten Einsatz für den MSV auf 3:0, ehe Lukas Schleimer kurz vor dem Seitenwechsel für Wiesbaden verkürzte. Nach der Pause sorgte Conor Noß mit dem vierten Duisburger Treffer für klare Verhältnisse. Kother bewertete besonders die ersten 45 Minuten als beinahe optimal. Die Mannschaft habe gegen den Ball sehr gut gearbeitet und ihre Chancen genutzt. „Fast eine perfekte Halbzeit von uns“, lautete das Fazit des Offensivspielers bei MagentaSport.
Kother: „Wir haben ein gutes Teamgefüge“
Dass der MSV nach dem Seitenwechsel nicht durchgehend die Kontrolle behielt, verschwieg Kother nicht. Wiesbaden kam zu Möglichkeiten und zwang Torhüter Max Braune mehrfach zum Eingreifen. Spätestens nach dem 4:1 und der Roten Karte gegen Tarik Gözüsirin in der 59. Minute hatte Duisburg die Partie jedoch weitgehend unter Kontrolle. Für Kother ist der aktuelle Erfolg auch eine Folge der gewachsenen Strukturen innerhalb der Mannschaft. „Es macht unglaublich Spaß in der Mannschaft“, erklärte der Doppeltorschütze. Viele Spieler seien bereits aus der vergangenen Saison miteinander vertraut, der Kader sei anschließend gezielt ergänzt worden. „Ich glaube, wir haben ein gutes Teamgefüge.“
Gleichzeitig richtete Kother den Blick bereits auf die kommenden Wochen. Der MSV stehe trotz des starken Saisonstarts noch am Anfang. Die Pause solle deshalb auch genutzt werden, um kurz abzuschalten und anschließend weiter an den eigenen Abläufen zu arbeiten.
Sonderlob für Debütant Christensen
Ein besonderes Thema nach dem Abpfiff war Frederik Christensen. Der Neuzugang stand direkt in der Startelf, erzielte beim 3:0 sein erstes Tor für Duisburg und übernahm zudem zahlreiche Standards. Hirsch zeigte sich mit dem ersten Auftritt des Dänen ausgesprochen zufrieden. „Freddy hat fast 90 Minuten durchgespielt und eine super Leistung gezeigt“, sagte der Trainer. Neben seinem Treffer hob er insbesondere die gefährlichen Standards hervor. Christensen habe damit bereits bei seinem Debüt gezeigt, weshalb der MSV ihn verpflichtet habe.
Sein erster Einsatz endete erst kurz vor Schluss. In der 89. Minute machte Christensen Platz für Dennis Borkowski, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feiern konnte.
Hirsch bedankt sich bei 1.500 mitgereisten Fans
Neben dem sportlichen Erfolg rückte Hirsch nach Spielende auch den Duisburger Anhang in den Mittelpunkt. Rund 1.500 MSV-Fans hatten die Mannschaft nach Wiesbaden begleitet und sorgten in der Schlussphase für die bestimmende Stimmung in der Arena. „Da muss man nochmal den Hut ziehen“, sagte Hirsch und verwies auf die späte Rückkehr der Anhänger nach Duisburg. Auch Ex-MSV-Spieler Simon Brandstetter, der nach der Partie als Gesprächsgast dabei war, zeigte sich beeindruckt von der Unterstützung. Er hoffe, dass der Verein „mit solchen Fans nach oben geht“.
Nach sieben Spieltagen darf der MSV damit nicht nur auf eine starke Punkteausbeute blicken. Auch die Aussagen aus der Mannschaft zeigen, dass sich innerhalb des Teams früh eine stabile Mischung aus Selbstvertrauen und Zurückhaltung entwickelt hat. Die Tabellenführung ist eine Momentaufnahme, sechs Siege aus sieben Spielen sind dennoch ein deutliches Signal.



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