TV-Poker vor Entscheidung: So könnte die 3. Liga ab 2027 übertragen werden

Foto: Alfio Marino

Für die 3. Liga steht eine richtungsweisende Woche bevor: Der DFB will vom 29. September bis 1. Oktober die Medienrechte für die Spielzeiten ab 2027/28 vergeben. Dabei könnte sich die bisherige TV-Struktur deutlich verändern, erstmals ist auch eine Aufteilung der Live-Rechte auf zwei verschiedene Pay-TV-Anbieter möglich.

DFB startet entscheidende Auktionsphase

Wer die 3. Liga ab Sommer 2027 live überträgt, soll in den kommenden Tagen geklärt werden. Die neue Rechteperiode läuft über vier Spielzeiten und umfasst damit den Zeitraum von 2027/28 bis einschließlich 2030/31. Bis zum Ende der laufenden Saison 2026/27 bleibt zunächst alles beim bisherigen Modell: MagentaSport zeigt sämtliche 380 Begegnungen einer Spielzeit live. Davon werden aktuell 68 Partien zusätzlich frei empfangbar über die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten übertragen.

Für die neue Rechteperiode hat der DFB allerdings mehrere Möglichkeiten vorbereitet. Fest steht lediglich, dass auch künftig mindestens 38 Spiele pro Saison im Free-TV zu sehen sein sollen. Abhängig vom Ergebnis der Ausschreibung könnte die Zahl höher ausfallen.

Drei Modelle für die künftige Übertragung

Nach einem Bericht von „DIGITAL FERNSEHEN“ stehen bei den Live-Rechten drei unterschiedliche Varianten zur Auswahl. Im ersten Modell würden sämtliche 380 Saisonspiele an einen Pay-TV-Anbieter gehen. Parallel dazu wären 38 Begegnungen, also eine Partie pro Spieltag – für das frei empfangbare Fernsehen vorgesehen. Die zweite Variante kommt dem derzeitigen Umfang im Free-TV näher: Auch hier könnte ein Anbieter alle 380 Spiele im Bezahlbereich erwerben, während zusätzlich 68 Partien frei empfangbar übertragen würden.

Die größte Veränderung würde das dritte Szenario bringen. Demnach könnten die Pay-TV-Rechte erstmals aufgeteilt werden. Ein Paket würde 228 Begegnungen umfassen, ein zweites 152 Spiele. Hinzu kämen 38 Free-TV-Partien. Gerade dieses Modell könnte den Kreis möglicher Interessenten erweitern. Ein Anbieter müsste nicht mehr zwangsläufig das komplette Programm mit zehn Begegnungen pro Spieltag übernehmen, sondern könnte sich ein kleineres Live-Paket sichern.

Bleibt MagentaSport die Heimat der 3. Liga?

Die Deutsche Telekom geht als bisheriger Rechteinhaber in die Vergabe. MagentaSport begleitet die Liga seit Jahren und zeigt auch 2026/27 alle Begegnungen live. Ob dieses Modell ab Sommer 2027 fortgeführt wird, entscheidet sich nun im Bieterprozess. Als möglicher weiterer Interessent wird in Medienberichten unter anderem DAZN genannt. Eine Bestätigung für einen entsprechenden Rechteerwerb gibt es bislang allerdings nicht. Damit geht es für die Fans nicht nur um die Frage, welcher Sender beziehungsweise Streamingdienst künftig die Spiele zeigt. Auch die Verteilung zwischen Pay- und Free-TV steht auf dem Prüfstand.

Während derzeit 68 Begegnungen pro Saison zusätzlich frei empfangbar laufen, garantiert die neue Ausschreibung zunächst nur mindestens 38 Partien. Spätestens nach Abschluss der Auktionsphase am 1. Oktober dürfte deutlich werden, wie die 3. Liga ab der Saison 2027/28 im Fernsehen und Stream aufgestellt sein wird. Besonders aufmerksam dürfte dabei verfolgt werden, ob die Liga weiterhin geschlossen bei einem Pay-TV-Partner bleibt oder die Live-Spiele künftig auf mehrere Anbieter verteilt werden.

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