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Aufstieg als Auftrag: So will Breitenreiter Hansa Rostock zurück in Liga zwei führen

Foto: Lars Zimmermann/Sportfotografie

Mit André Breitenreiter setzt Hansa Rostock im Kampf um die Rückkehr in die 2. Bundesliga auf einen Trainer mit reichlich Aufstiegserfahrung. Der 52-Jährige übernimmt die Mannschaft nach der Trennung von Daniel Brinkmann und macht keinen Hehl aus den ambitionierten Zielen an der Ostsee. Für den neuen Coach wird die Aufgabe zugleich zum Debüt: In der 3. Liga stand Breitenreiter bislang noch nie an der Seitenlinie.

Breitenreiter soll Hansas Aufstiegsambitionen vorantreiben

Bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer hatte sich der FC Hansa früh auf Breitenreiter festgelegt. Der Verein bezeichnete den früheren Bundesliga-Coach als seinen Wunschkandidaten. Auch auf der Gegenseite war offenbar schnell klar, dass eine Zusammenarbeit infrage kommt. Breitenreiter erklärte bei seiner Vorstellung, er habe „so gut wie keinen Punkt gefunden, der gegen Hansa Rostock spricht“. Damit übernimmt der 52-Jährige einen Klub, der als Tabellen-Sechster weiterhin ambitionierte Ziele verfolgt. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga bleibt die sportische Vorgabe.

Druck gehört für Breitenreiter deshalb unmittelbar zur neuen Aufgabe. Wer ambitioniert arbeiten wolle, müsse damit umgehen können, machte der neue Hansa-Trainer deutlich. Unterstützung erhält er dabei von Tim Struckmeier. Der 46-Jährige, der zuletzt beim HSC Hannover tätig war, verstärkt künftig das Rostocker Trainerteam als Co-Trainer.

Geschlossenheit soll zur Grundlage werden

Breitenreiter stellt zu Beginn seiner Amtszeit vor allem den gemeinsamen Auftritt des gesamten Vereins in den Mittelpunkt. Eine allein auf den Cheftrainer zugeschnittene Führung soll es nicht geben. „Das wird keine One-Man-Show“, kündigte der 52-Jährige an. Entscheidend seien Einigkeit und Geschlossenheit innerhalb des Klubs. Dabei nimmt Breitenreiter nicht nur Mannschaft und Trainerteam in die Pflicht. Auch die Unterstützung von den Rängen soll im weiteren Saisonverlauf eine wichtige Rolle spielen.

Sein Anspruch: Team und Anhänger sollen bis zum letzten Spiel gemeinsam auftreten. Gerade mit Blick auf die angestrebte Rückkehr in die 2. Bundesliga dürfte die Stabilität im Umfeld für Rostock ein wichtiger Faktor werden.

Schneller Weg Richtung gegnerisches Tor

Auch sportlich vermittelt Breitenreiter bereits eine klare Vorstellung. Hohe Ballbesitzwerte allein besitzen für ihn keinen besonderen Stellenwert. Entscheidend ist vielmehr, wie effektiv eine Mannschaft ihre Ballphasen nutzt. „Für mich ist es wichtig, schnell nach vorn zu spielen“, erklärte der neue Trainer. Hansas Spiel soll demnach zielgerichtet und konsequent in Richtung gegnerisches Tor ausgerichtet werden. Die 3. Liga ist für Breitenreiter allerdings Neuland. Trotz seiner langjährigen Erfahrung im Profifußball hat er bislang keinen Drittligisten betreut. Dass ihn eine besonders intensive Spielklasse erwartet, ist ihm nach eigener Aussage bewusst.

Zwei Bundesliga-Aufstiege und ein Meistertitel

Erfahrung mit erfolgreichen Aufstiegsmissionen bringt Breitenreiter reichlich mit. 2014 führte er den SC Paderborn erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga. Drei Jahre später gelang ihm mit Hannover 96 ebenfalls der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Einen weiteren großen Erfolg feierte er in der Schweiz: Mit dem FC Zürich gewann Breitenreiter 2022 die Meisterschaft.

Zuletzt arbeitete er erneut bei Hannover 96, wo seine Amtszeit im April 2025 endete. Anschließend musste Breitenreiter aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Nach eigenen Angaben erkrankte er nach seiner Zeit in Hannover an Borreliose. Seit Anfang 2026 gehe es ihm wieder gut. Nach seiner Genesung habe es mehrere Möglichkeiten für eine Rückkehr auf die Trainerbank gegeben. Entschieden hat sich Breitenreiter für Rostock. Nun soll seine Erfahrung dabei helfen, aus einem ambitionierten Drittligisten wieder einen Zweitligisten zu machen.

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