Der 1. FC Saarbrücken geht mit 13 Punkten aus den ersten sieben Spielen in die Länderspielpause. Damit bewegt sich der neu zusammengestellte Kader nach dem großen personellen Umbruch im vorgesehenen Bereich. Ganz zufrieden ist die Mannschaft dennoch nicht: Intern hatte sich der FCS für den optimalen Saisonverlauf noch etwas mehr vorgenommen.
FCS bewegt sich im realistischen Zielkorridor
Sieben Partien, 13 Punkte: Beim 1. FC Saarbrücken kann sich die erste Zwischenbilanz der Saison sehen lassen. Der Erfolg gegen Großaspach war dabei nicht nur wegen der drei Punkte wichtig. Nach zuletzt wechselhaften Spielen verschaffte das 2:1 dem Klub auch einen ruhigen Übergang in die Länderspielpause. Sportvorstand Markus Thiele sieht den bisherigen Ertrag angesichts der zahlreichen Veränderungen im Sommer positiv. Vor Saisonbeginn hätte man eine solche Ausbeute nach dem großen Umbruch akzeptiert, erklärte der 44-Jährige.
Trainer Argirios Giannikis erkannte gegen Großaspach zudem eine Entwicklung bei seiner Mannschaft. Beim vorherigen 3:3 in Münster hatte der Coach noch Konsequenz und Entschlossenheit vermisst. Diesmal brachte der FCS die knappe Führung über die Zeit – für Giannikis ein wichtiger Schritt.
Mannschaft hat drei unterschiedliche Zielmarken festgelegt
Wie detailliert der FCS seinen Saisonstart bewertet, machte Siemen Voet nach dem Sieg gegen Großaspach deutlich. Der Innenverteidiger, der selbst den entscheidenden Treffer erzielte, berichtete von einer internen Absprache zwischen Mannschaft und Trainerteam. „Wir haben ein Minimalziel, ein realistisches Ziel und ein optimistisches Ziel“, sagte Voet. Die aktuelle Bilanz entspricht dabei genau dem mittleren Szenario. „Unser realistisches Ziel haben wir dagegen erreicht.“
Trotzdem sieht der 26-Jährige Luft nach oben. „13 Punkte sind okay“, sagte Voet und verwies zugleich auf das Potenzial des Kaders. Sein Zusatz macht deutlich, dass sich Saarbrücken mit dem bisherigen Ertrag nicht zufriedengeben will: „Wir wissen, dass wir mit dieser Qualität noch mehr können.“
Drei oder vier Punkte fehlen zum Optimalstart
Für das optimistische Szenario fehlen dem FCS nach eigener Rechnung noch drei oder vier Zähler. Gerade die englische Woche bietet dafür im Rückblick Ansatzpunkte. Beim 0:1 gegen Ingolstadt blieb Saarbrücken ohne Ertrag, anschließend reichte es in Münster trotz drei eigener Treffer nur zu einem Unentschieden. Auch Patrick Sontheimer sieht deshalb eine gewisse Diskrepanz zwischen Ergebnissen und möglichen Punkten. „Wenn man die Spiele einzeln betrachtet, hätten es durchaus einige Punkte mehr sein können“, sagte der Mittelfeldspieler nach dem Großaspach-Spiel.
Gleichzeitig relativierte der 28-Jährige die verpassten Möglichkeiten mit Blick auf die Ausgangslage vor der Saison: „Vor der Saison hätten wir das aber sicher so unterschrieben.“
Gute Basis, aber noch kein Grund zur Zufriedenheit
Der bisherige Saisonverlauf zeigt damit zwei Seiten. Saarbrücken hat nach dem Umbruch schnell Stabilität gefunden und den selbst gesetzten realistischen Zielkorridor erreicht. Gleichzeitig liefern die Aussagen aus der Mannschaft Hinweise darauf, dass der Anspruch intern höher liegt. Nach der Länderspielpause wird es deshalb vor allem darum gehen, aus engen Begegnungen häufiger den maximalen Ertrag mitzunehmen. Gelingt das, könnte der FCS aus einem soliden Start einen deutlich stärkeren Saisonverlauf entwickeln.



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.