Der 1. FC Saarbrücken hat die Länderspielpause erfolgreich für einen Härtetest genutzt. Gegen den französischen Zweitligisten AS Nancy-Lorraine setzte sich der Drittligist vor 5.747 Zuschauern im Ludwigspark mit 2:1 durch. Trainer Argirios Giannikis nutzte die Partie vor allem dazu, Spielpraxis zu verteilen und verschiedene personelle Varianten auszuprobieren.
Cvjetinovic und Owusu sorgen für den Unterschied
Die Entscheidung fiel innerhalb weniger Minuten im zweiten Durchgang. Zunächst brachte Mladen Cvjetinovic den FCS nach 63 Minuten in Führung. Florian Pick hatte einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum gebracht, wo sich der Innenverteidiger durchsetzte und per Kopf zum 1:0 traf. Saarbrücken blieb anschließend gefährlich. Christian Kühlwetter hatte bereits fünf Minuten später die große Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen, konnte seine Chance aus kurzer Distanz allerdings nicht verwerten.
Besser machte es wenig später Kelsey Owusu. Der Angreifer erzielte in der 69. Minute das 2:0 und belohnte sich damit für einen Auftritt, bei dem er bereits vor der Pause eine aussichtsreiche Gelegenheit gehabt hatte. Nancy kam durch Ba in der 76. Minute noch einmal heran, zu mehr reichte es für die Gäste allerdings nicht.
Broll verhindert frühen Rückstand
Dass der FCS überhaupt mit einem torlosen Remis in die Kabine ging, hatte die Mannschaft auch Kevin Broll zu verdanken. Der Torhüter war nach 16 Minuten gegen einen Kopfball von Chafik El Hansar gefordert und verhinderte mit einer starken Parade die Führung der Franzosen. Saarbrücken hatte seinerseits früh erste offensive Akzente gesetzt. Calogero Rizzuto sorgte mit einer Hereingabe für Gefahr, wenig später suchte Seoung-Joon Lee aus der Distanz den Abschluss. Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs bot sich schließlich Owusu, der in der 33. Minute frei vor dem gegnerischen Tor auftauchte, die Chance aber nicht zur Führung nutzen konnte.
Giannikis verteilt Spielpraxis vor Englischer Woche
Für Trainer Argirios Giannikis stand beim Ergebnis nicht allein der Testspielerfolg im Vordergrund. Der 46-Jährige musste seine Mannschaft gleich auf mehreren Positionen verändern. Matteo Bignetti war mit der österreichischen Auswahl unterwegs, Alexander Staff fehlte aufgrund seines Einsatzes bei der deutschen U19. Abdenego Nankishi stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Maurice Multhaup wurde geschont. Entsprechend erhielt eine Formation ihre Chance, die in dieser Zusammensetzung bislang noch nicht gemeinsam auf dem Platz gestanden hatte. Giannikis erklärte nach der Partie, dass deshalb zunächst der Rhythmus gefehlt habe. Mit zunehmender Spielzeit sei seine Mannschaft jedoch besser in die Begegnung gekommen.
Die Verteilung der Einsatzminuten erfolgte dabei bewusst mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Saarbrücken steht eine Englische Woche bevor, sodass die Belastungssteuerung für den Drittligisten eine wichtige Rolle spielt.
Besonderes Duell vor 5.747 Zuschauern
Auch abseits des sportlichen Ergebnisses hatte die Begegnung einen besonderen Charakter. Zwischen den Anhängern des 1. FC Saarbrücken und AS Nancy-Lorraine besteht seit vielen Jahren eine enge Fanfreundschaft. Entsprechend lockte das Testspiel trotz fehlenden Pflichtspielcharakters 5.747 Zuschauer in den Ludwigspark. Auf dem Rasen wurde die freundschaftliche Verbindung allerdings ausgeblendet. Beide Mannschaften lieferten sich einen ernsthaften Test, aus dem der FCS neben dem 2:1-Erfolg vor allem zusätzliche Erkenntnisse für die bevorstehenden Aufgaben in der 3. Liga mitnehmen kann.



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