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Weniger TV-Geld nach dem Abstieg: Münster verzichtet auf Trainingslager

Preußen Münster verzichtet in der Winterpause auf ein Trainingslager. Die Mannschaft von Thomas Wörle soll sich stattdessen am heimischen Berg Fidel auf die Rückrunde vorbereiten. Wie Sportdirektor Jan Uphues gegenüber „BILD“ erklärt, will der Drittligist die eingesparten Mittel angesichts der gesunkenen Einnahmen nach dem Abstieg anderweitig einsetzen.

Münster setzt auf die eigene Infrastruktur

Für die Vorbereitung benötigt es aus Sicht der Verantwortlichen keine Reise in wärmere Regionen. Entscheidend sind die Trainingsmöglichkeiten vor Ort. „Wir haben einen Trainingsplatz mit Rasenheizung, den wir gut nutzen können“, sagt Uphues. Auch für den Fall stärkerer Schneefälle sieht der Sportdirektor ausreichend Ausweichmöglichkeiten in Münster, um mit der Mannschaft arbeiten zu können. Damit steht der Rahmen für die Winterpause fest: Wörle und sein Team bleiben am eigenen Standort. Anders als bei der Vorbereitung auf die vergangene Rückrunde wird es keinen mehrtägigen Aufenthalt im Ausland geben.

Deutlich weniger TV-Geld schränkt den Spielraum ein

Wie stark sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen verändert haben, zeigen die im Bericht genannten Fernseheinnahmen. Während Münster in der 2. Bundesliga noch rund zehn Millionen Euro erhielt, sind es in der 3. Liga nur noch etwa eine Million Euro. Entsprechend müssen die Verantwortlichen bei ihren Ausgaben andere Prioritäten setzen. Uphues formuliert es gegenüber „BILD“ so: „Das Geld ist natürlich in der 3. Liga wieder knapper geworden. Deshalb haben wir uns gegen ein Trainingslager entschieden, um es besser in andere Dinge zu investieren.“

Die vorige Winterreise nach Murcia war nach Angaben der Zeitung mit Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden. Rund 40 Personen waren damals für eine Woche nach Spanien geflogen. Neben Unterkunft, Verpflegung und Trainingsbedingungen schlugen insbesondere die Flüge zu Buche. Optimale äußere Bedingungen waren damit allerdings nicht garantiert: Wind und Regen beeinträchtigten den Aufenthalt. Auch sportlich folgte eine enttäuschende zweite Saisonhälfte. Mit lediglich einem Sieg aus 17 Rückrundenpartien konnten die Münsteraner den Abstieg nicht verhindern. Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Trainingslager lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Warum das Sommertrainingslager anders bewertet wird

Eine grundsätzliche Absage an gemeinsame Vorbereitungsaufenthalte ist die Winterentscheidung nicht. Das Trainingslager im niedersächsischen Ankum hatte im Sommer eine andere Bedeutung: Nach einem personellen Umbruch mit 16 Neuzugängen ging es auch darum, die neu zusammengestellte Mannschaft zusammenzuführen. Diesen Aufenthalt bewertet Uphues als wichtig. Laut Bericht kostete er den Verein etwa 70.000 Euro. Die Anreise kam dabei ohne die zusätzlichen Belastungen einer Flugreise aus. Münster unterscheidet somit zwischen dem Nutzen eines Trainingslagers nach einem großen Kaderumbau und der nun anstehenden Rückrundenvorbereitung.

Drei Rückkehrer sollen im internen Test spielen

Im laufenden Trainingsbetrieb kann Wörle unterdessen wieder auf mehrere zuletzt angeschlagene Spieler zurückgreifen. Malik Batmaz nach seinem Kreuzbandriss, Joshua Mees nach Leistenbeschwerden und Luca Bolay nach einem Innenbandanriss absolvierten am Dienstag das vollständige Programm. Für das interne Testspiel am Wochenende sind auch Einsatzzeiten für das Trio vorgesehen. Noch nicht uneingeschränkt trainierte Oscar Vilhelmsson, den muskuläre Beschwerden beschäftigen.

Simon Scherder fehlt nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Auch Marvin Schulz mit einem Innenbandanriss im Knie und Kapitän Niko Koulis mit Oberschenkelproblemen standen nicht zur Verfügung. Während die organisatorische Entscheidung für den Winter bereits gefallen ist, bietet der interne Test zunächst den Rückkehrern die Gelegenheit, wieder Spielpraxis zu sammeln.

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