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„Echte Einheit“: Koschinat sieht RWE nach Bielefeld-Test auf gutem Weg

Foto: Lars Zimmermann

Rot-Weiss Essen hat die Länderspielpause für einen anspruchsvollen Härtetest genutzt und bei Arminia Bielefeld ein 2:2 erreicht. Für Trainer Uwe Koschinat stand weniger das Ergebnis im Mittelpunkt als die Art und Weise, wie seine Mannschaft personelle Ausfälle, hohe Belastung und den Einsatz mehrerer U19-Spieler auffing. Vor allem die Stabilität bis in die Schlussphase dürfte dem RWE-Coach mit Blick auf die kommenden Wochen Mut machen.

Koschinat lobt geschlossene Mannschaftsleistung

Für Rot-Weiss Essen war das Testspiel beim Zweitligisten Arminia Bielefeld mehr als nur ein gewöhnlicher Belastungstest. Uwe Koschinat musste seine Mannschaft aufgrund mehrerer Ausfälle umbauen und hatte zugleich die anstehende Spieldichte im Blick. Deshalb rückten auch Nachwuchsspieler aus der eigenen U19 in den Kader. Unter anderem kamen Fadih Vasic, Leon Scheidhauer, Brandon Heinze und Atilla Yapar zum Einsatz. Yapar setzte dabei sogar ein sportliches Ausrufezeichen: Der Youngster erzielte den Treffer zum 2:2-Endstand. Dass die Essener trotz der vielen Wechsel und der ungewohnten Besetzung über weite Strecken stabil blieben, wertete Koschinat anschließend als wichtiges Signal.

Der RWE-Trainer erklärte, man sei gezwungen gewesen, einige Spieler zu ersetzen. Die Unterstützung aus der U19 habe in beiden Halbzeiten jedoch gut funktioniert. Entscheidend war für ihn, dass die Mannschaft als Ganzes die Struktur hielt und den jungen Spielern damit half, sich auf dem höheren Niveau zurechtzufinden.

U19-Spieler sammeln wertvolle Erfahrungen

Gerade für die Nachwuchskräfte war die Partie in Bielefeld ein deutlicher Schritt über den gewohnten Rhythmus hinaus. Koschinat machte keinen Hehl daraus, dass die Geschwindigkeit und Intensität des Spiels für die Talente eine Herausforderung darstellten. Gleichzeitig hob er hervor, wie schnell sie sich auf die Anforderungen eingestellt hätten. Das Remis bekam dadurch einen zusätzlichen Wert. RWE konnte nicht nur gegen einen klassenhöheren Gegner bestehen, sondern zugleich Spielern aus dem eigenen Nachwuchs Minuten auf anspruchsvollem Niveau ermöglichen. Für einen Drittligisten, der in den kommenden Wochen körperlich und personell gefordert sein wird, kann eine solche Breite im Kader wichtig werden.

Koschinat sah seine Mannschaft gegen Bielefeld über weite Strecken mindestens gleichwertig. Besonders gefiel ihm, dass RWE das Tempo bis zum Ende mitging und auch in der Schlussphase weiter aktiv blieb. Genau diese Haltung will der Trainer in die Pflichtspiele übertragen: Seine Mannschaft soll nicht verwalten, sondern bis zum Abpfiff auf den Sieg spielen.

Cuber Potocnik soll behutsam aufgebaut werden

Nicht mit voller Belastung dabei war Jaka Cuber Potocnik. Beim Stürmer geht Rot-Weiss Essen derzeit vorsichtig vor. Der Angreifer absolvierte individuelles Training und soll auch in den nächsten Tagen nicht überstürzt zurückgeführt werden. Koschinat machte deutlich, dass RWE bei Potocnik kein Risiko eingehen will. Nach seiner Einschätzung könnte der Offensivspieler gegen Ende der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Für Essen wäre eine Rückkehr wichtig, zumal in der Offensive jeder zusätzliche Konkurrenzkampf hilft.

Engelhardt-Transfer platzte aus sportlicher Verantwortung

Auch der nicht zustande gekommene Transfer von Florian Engelhardt war rund um das Testspiel ein Thema. Die Verpflichtung des Mittelfeldspielers scheiterte aufgrund einer Verletzung. Koschinat zeigte Verständnis für die Situation des Spielers, stellte aber zugleich die Interessen des Vereins in den Vordergrund. Der Trainer betonte sinngemäß, RWE brauche in der aktuellen Lage kurzfristige Hilfe. Für Engelhardt sei die Entwicklung bedauerlich, dennoch müsse Rot-Weiss Essen verantwortungsvoll handeln. Damit ordnete Koschinat die Entscheidung klar sportlich ein: In einer Phase mit hoher Belastung kann sich der Drittligist keine Personalie leisten, die nicht zeitnah weiterhilft.

Für RWE geht es bereits am Dienstag, 6. Oktober, weiter. Um 19.30 Uhr steht an der Hafenstraße das Achtelfinale im Niederrheinpokal gegen den Landesligisten FC Kosova Düsseldorf an. Nach dem ordentlichen Auftritt in Bielefeld dürfte Koschinat vor allem darauf hoffen, dass seine Mannschaft die gezeigte Energie nun auch im Pflichtspiel bestätigt.

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