Der 2:1-Testspielsieg gegen AS Nancy-Lorraine lieferte dem 1. FC Saarbrücken weit mehr als nur ein positives Ergebnis. Trainer Argirios Giannikis nutzte die Partie, um mehreren Spielern Einsatzzeit zu geben, die zuletzt nicht regelmäßig zum Zug gekommen waren. Mit Blick auf die bevorstehende Englische Woche könnte sich der Konkurrenzkampf beim FCS damit noch einmal verschärfen.
Nach der Länderspielpause wartet auf Saarbrücken ein anspruchsvolles Programm. Mit den Partien gegen Köln, Duisburg und Düsseldorf stehen innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Aufgaben an. Für Giannikis dürfte deshalb entscheidend sein, möglichst viele Spieler auf einem konkurrenzfähigen Niveau zur Verfügung zu haben.
Bäuerle nutzt seine Einsatzchance
Gegen Nancy fehlten mehrere Akteure. Matteo Bignetti war mit der österreichischen Auswahl unterwegs, Alexander Staff bei der deutschen U19. Abdenego Nankishi konnte verletzungsbedingt nicht mitwirken, Maurice Multhaup wurde geschont. Dadurch rückten Spieler in den Mittelpunkt, die im Liga-Alltag bislang weniger Einsatzminuten gesammelt haben. Einer davon war Anton Bäuerle. Der 21-jährige Linksverteidiger begann gegen den französischen Zweitligisten und wollte die Gelegenheit nutzen, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.
Nach der Partie machte Bäuerle deutlich, dass er sich für den Ernstfall bereit halten möchte. Er arbeite im Training darauf hin, zur Verfügung zu stehen, wenn er gebraucht werde. Die Einsatzzeit gegen Nancy habe ihm zudem „extrem viel Spaß gemacht“.
Vasiliadis sammelt wichtige Minuten
Auch für Sebastian Vasiliadis hatte die Partie einen besonderen Stellenwert. Der 29-Jährige befand sich nach einem Muskelfaserriss zuletzt auf dem Weg zurück und durfte gegen Nancy wieder von Beginn an spielen. Nach rund 60 Minuten war sein Arbeitstag beendet. Für den Mittelfeldspieler war der Auftritt damit ein weiterer Belastungstest auf dem Weg zu voller Einsatzfähigkeit. Vasiliadis selbst zeigte sich anschließend zufrieden mit seiner Entwicklung: „Es ist alles im Plan, und es läuft alles gut.“
Gerade angesichts der bevorstehenden Belastung könnte seine Rückkehr für Saarbrücken wichtig werden. Zusätzliche Optionen im zentralen Mittelfeld würden Giannikis mehr Möglichkeiten geben, während der Englischen Woche zu rotieren.
Giannikis sieht Fortschritte im Kader
Für den FCS-Coach stand beim Test nicht allein das Resultat im Vordergrund. Entscheidend war vielmehr die Frage, wie sich Spieler präsentieren, die zuletzt weniger Spielpraxis erhalten hatten. Giannikis zog dabei ein positives Fazit. Er habe bei mehreren Akteuren eine Entwicklung erkannt. „Ich habe schon gesehen, dass viele Spieler viele Schritte in der Entwicklung gemacht haben“, erklärte der Trainer nach dem Sieg.
Damit dürfte das 2:1 gegen Nancy seinen Zweck erfüllt haben. Saarbrücken konnte Spielern aus der zweiten Reihe wertvolle Minuten geben und gleichzeitig überprüfen, welche Alternativen für die kommenden Aufgaben bereitstehen. Mit drei Spielen in kurzer Folge könnte die Breite des Kaders schon bald eine wichtige Rolle spielen.



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