Der MSV Duisburg wird Jonas David vorerst nicht unter Vertrag nehmen. Der zuletzt vereinslose Innenverteidiger hatte sich mehrere Tage im Training der Zebras präsentiert, konnte sich nach seiner langen Verletzungspause aber nicht für ein Engagement empfehlen. Gleichzeitig gibt es vor der englischen Woche zumindest bei zwei angeschlagenen Duisburgern positive Signale.
MSV entscheidet sich gegen David
Die Suche nach möglichen Verstärkungen für die Defensive führt beim MSV Duisburg zunächst nicht zu Jonas David. Der 26-Jährige hatte in der vergangenen Woche am Training des Drittligisten teilgenommen und sich dabei den Verantwortlichen gezeigt. Am Montag gehörte er allerdings nicht mehr zur Trainingsgruppe. Sportdirektor Chris Schmoldt bestätigte nach einem Bericht der „NRZ“, dass der MSV von einer Verpflichtung absieht. David habe während seines Aufenthalts einen guten Eindruck hinterlassen und eine ordentliche Trainingswoche absolviert. Aus Sicht des Vereins passe ein Transfer aktuell dennoch nicht vollständig zur Situation des Kaders.
Für David geht damit die Suche nach einem neuen sportlichen Einstieg weiter. Der Innenverteidiger hatte sich vor rund elf Monaten einen Kreuzbandriss zugezogen und arbeitet seitdem an seinem Comeback. Zuletzt stand er beim SSV Ulm 1846 unter Vertrag. Schmoldt äußerte die Hoffnung, dass der Abwehrspieler nach seiner langen Pause möglichst bald wieder Spielpraxis sammeln kann.
Jessen und Bitter wieder teilweise im Teamtraining
Während David Duisburg wieder verlassen hat, könnte sich die personelle Lage innerhalb des bestehenden Kaders etwas entspannen. Niklas Jessen und Joshua Bitter absolvierten zum Wochenauftakt zumindest Teile des Mannschaftstrainings. Für das Niederrheinpokalspiel am Mittwoch bei Blau-Weiß Dingden dürfte ein Einsatz der beiden allerdings noch zu früh kommen. Größere Chancen bestehen mit Blick auf den kommenden Samstag. Dann nimmt der MSV nach einer knapp dreiwöchigen Ligapause den Spielbetrieb in der 3. Liga wieder auf.
Mit der TSG Hoffenheim II wartet dabei um 16.30 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena direkt ein Gegner aus der oberen Tabellenregion. Die Hoffenheimer reisen als Tabellenfünfter nach Duisburg.
Borkowski droht längere Pause
Keine Option ist zunächst Dennis Borkowski. Der Offensivspieler laboriert an einer Adduktorenverletzung und wird sowohl im Pokal gegen Dingden als auch gegen Hoffenheim fehlen. Nach Angaben des Vereins handelt es sich zwar nicht um eine schwerwiegende Verletzung, der genaue Zeitpunkt seiner Rückkehr bleibt jedoch offen. Damit ist auch fraglich, ob Borkowski in der darauffolgenden Woche wieder zur Verfügung steht. Auf den MSV warten dann innerhalb weniger Tage zwei weitere anspruchsvolle Aufgaben: zunächst das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten 1. FC Saarbrücken am Dienstag, anschließend das Duell mit Viktoria Köln am Sonntag.
Für Borkowski setzt sich damit eine schwierige Phase fort. Bereits in der vergangenen Saison hatte er verletzungsbedingt einen Großteil der Spielzeit verpasst. Auch zu Beginn der laufenden Saison wurde er zunächst von einer Waden- und anschließend von einer Oberschenkelverletzung ausgebremst.
Vier Spiele in kurzer Zeit
Für Trainer Dietmar Hirsch beginnt mit dem Pokalspiel in Dingden eine intensive Phase. Innerhalb kurzer Zeit folgen Begegnungen in drei Wettbewerbs- beziehungsweise Belastungssituationen: das Pokal-Achtelfinale, die Rückkehr in den Liga-Alltag gegen Hoffenheim II sowie anschließend die Partien gegen Saarbrücken und Viktoria Köln.
Gerade deshalb wäre die Rückkehr von Jessen und Bitter für die Zebras wichtig. Während bei beiden Hoffnung auf ein zeitnahes Comeback besteht, muss Hirsch in der Offensive zunächst weiter ohne Borkowski planen. Eine kurzfristige Verstärkung durch David wird es dagegen nicht geben.



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