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Nur sechs Tore: Hier muss Fortuna nach der Länderspielpause zulegen

Foto: Hendrick P. Sportfotografie

Fortuna Düsseldorf steckt nach sieben Spieltagen in einer Situation, in der sich die Saison noch in beide Richtungen entwickeln kann. Der Zweitliga-Absteiger liegt mit Rang zehn exakt zwischen den entscheidenden Tabellenregionen. Während die Defensive zuletzt kaum Anlass zur Sorge gab, muss vor allem im Spiel nach vorne deutlich mehr kommen.

Nur sechs Treffer: Fortuna fehlt die Durchschlagskraft

Sechs Tore aus sieben Partien sind für eine Mannschaft mit Düsseldorfs Ambitionen zu wenig. Genau dort setzt die Arbeit während der dreiwöchigen Länderspielpause an. Trainer Alexander Ende bekommt nun die Gelegenheit, ausführlicher an Abläufen und Lösungen im Offensivspiel zu feilen. Dabei lässt sich die geringe Torausbeute nicht allein an den Angreifern Fabian Schleusener und Eric Hottmann festmachen. Vielmehr geht es darum, wie Fortuna als gesamte Mannschaft gefährliche Situationen kreiert, ins letzte Drittel kommt und dort konsequenter zum Abschluss findet. Auch Samir Arabi sieht in diesem Bereich den größten Handlungsbedarf. „In der Offensive müssen wir zulegen“, stellt der 47-Jährige fest.

Vier Punkte nach oben – aber auch vier nach unten

Die Tabellenkonstellation zeigt, wie offen Fortunas weitere Entwicklung derzeit ist. Vier Punkte trennen Düsseldorf vom dritten Platz, gleichzeitig beträgt der Vorsprung auf Rang 16 ebenfalls nur vier Zähler. Der zehnte Tabellenplatz liefert deshalb nach sieben Spieltagen noch keine klare Richtung. Für Fortuna kommt es darauf an, nach der Pause schnell Konstanz in die eigenen Leistungen zu bekommen. Denn mit wenigen erfolgreichen Wochen könnte der Anschluss nach oben hergestellt werden, eine längere Schwächephase würde dagegen den Blick wieder in die andere Richtung lenken.

Dass die Mannschaft mit den Spitzenteams mithalten kann, hat sie bereits gezeigt. Tabellenführer MSV Duisburg musste sich in Düsseldorf mit 1:2 geschlagen geben. Arabi sieht deshalb keinen grundsätzlichen Qualitätsunterschied zur Konkurrenz und sagt: „Ich sehe keine Mannschaft, die wirklich besser ist als unsere.“

Aachen stoppt Düsseldorfs Aufwärtstendenz

Vor der Länderspielpause hatte sich bei Fortuna bereits eine leichte Stabilisierung angedeutet. Das 0:1 bei Alemannia Aachen verhinderte jedoch, dass daraus ein längerer positiver Lauf entstand. Düsseldorf kam im Verlauf der Partie besser zurecht, wurde nach gut einer Stunde allerdings entscheidend ausgebremst. Verteidiger Elias Egouli sah die Rote Karte, Fortuna musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Arabi bewertet die jüngste Entwicklung dennoch nicht grundsätzlich negativ. „Das war zuletzt ja nicht schlecht“, sagt der Manager.

Arabi kennt schwierigen Start nach einem Abstieg

Für den 47-Jährigen ist die aktuelle Ausgangslage nicht völlig neu. Nach dem Bielefelder Abstieg 2014 benötigte auch Arminia zunächst Zeit, um sich in der 3. Liga zurechtzufinden. Nach sieben Spieltagen hatte der Klub damals lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto als Fortuna heute. In Bielefeld hielten die Verantwortlichen anschließend am eingeschlagenen Weg und Trainer Norbert Meier fest. Die Mannschaft steigerte sich im weiteren Saisonverlauf erheblich, wurde Herbstmeister und schaffte schließlich als Drittligameister den direkten Wiederaufstieg.

Ob Düsseldorf eine ähnliche Entwicklung nehmen kann, muss sich erst zeigen. Die kommenden Wochen dürften jedoch einen ersten Hinweis liefern, wohin Fortunas Saison tatsächlich führt. Die Ausgangslage ist weiterhin offen – entscheidend wird sein, ob Ende während der Pause vor allem die Probleme im Angriff in den Griff bekommt.

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