Dennis Erdmann vom 1.FC Saarbrücken wurde vom DFB für acht Wochen gesperrt. Grund hier sollen rassistische Beleidigungen gewesen sein. Nun meldet sich der Cheftrainer der Magdeburger zu Wort.
„Rassismus hat viele, hässliche Facetten. Eine davon ist, dass man gerne in der gedachten Anonymität etwas sagt, das dann bestreitet und nicht dazu steht. Genau in der Situation sind wir jetzt, wo ich feststellen muss, dass versucht wird, unsere Spieler zu diffamieren. Aber ich habe in meine Spieler und ihre Äußerungen vollstes Vertrauen“, so der Coach und sagt weiter: „Es gehört Zivilcourage dazu, sich zu diesem Thema zu äußern. Denn man weiß, wenn man sich zu Rassismus in Deutschland äußert, bekommt man auch Gegenwind. Und wenn man sich in der Verbalität vergreift, muss man dafür auch die Konsequenzen tragen.“
Da das Sportgericht die Aussage von Atik für unglaubwürdig erklärt hat und die Aussagen des FCS-Spieler nur teilweise berücksichtigt wurden, hat der 1.FC Saarbrücken gegen die Sperre von Erdmann bereits Einspruch eingelegt. „Die mündliche Begründung des Urteils gibt berechtigten Anlass dazu, dass wir gegenüber dem nächsthöheren Gericht gute Argumente haben„, so Saarbrückens Pressesprecher Peter Müller.


