Auf dem Rasen gelang dem MSV Duisburg mit dem 3:0 gegen den SV Meppen ein Auftakt nach Maß. Abseits des Spielfelds fiel das Urteil vieler Anhänger dagegen deutlich kritischer aus. Vor allem das erstmals verantwortliche Catering in der Schauinsland-Reisen-Arena sorgte wegen langer Schlangen, kleiner Portionen und technischer Probleme für Unmut.
Viel Kritik trotz angekündigter Verbesserungen
Mit dem Wechsel des Stadioncaterers verbanden sich beim MSV einige Erwartungen. Seit Juli kümmert sich die Supreme Sports Hospitality GmbH um die gastronomische Versorgung in der Duisburger Arena und löste damit Feinkost Kersten ab. Mehr Personal, ein breiteres Speisenangebot und kürzere Wartezeiten sollten den Stadionbesuch angenehmer machen. Beim ersten Drittliga-Heimspiel unter den neuen Bedingungen zeigte sich allerdings, dass bei der Umsetzung noch Luft nach oben besteht. In den sozialen Netzwerken berichteten zahlreiche Besucher von Problemen an den Verkaufsständen. Teilweise seien nach dem Einlass noch nicht sämtliche Kassen besetzt gewesen.
Hinzu kamen Beschwerden über die Qualität von Speisen und Getränken. Fans schilderten unter anderem kalte Würstchen, nicht ausreichend gekühltes Bier sowie wenig überzeugende Brötchen. Damit rückte das Catering trotz des sportlich erfolgreichen Nachmittags schnell in den Mittelpunkt der Diskussionen.
14-Euro-Taxiteller sorgt für Diskussionen
Besonders kritisch wurde das Verhältnis zwischen Preis und Portionsgröße bewertet. Für Aufmerksamkeit sorgte dabei der für 14 Euro angebotene Taxiteller. Einige Stadionbesucher empfanden die ausgegebene Portion als deutlich kleiner als jene Variante, die MSV-Trainer Dietmar Hirsch zuvor bei der Mannschaftspräsentation präsentiert bekommen hatte. In den sozialen Medien war deshalb von einer „Mogelpackung“ die Rede. Für den neuen Betreiber ist das ein sensibles Thema. Schließlich dürfte sich die Akzeptanz eines erweiterten Angebots nicht nur an der Auswahl, sondern auch daran entscheiden, ob Preis, Menge und Qualität aus Sicht der Zuschauer zusammenpassen.
Lange Schlangen und Probleme an den Kassen
Auch das Ziel, die Wartezeiten deutlich zu reduzieren, wurde beim ersten Auftritt offenbar noch nicht erreicht. Ein Besucher berichtete von rund 45 Minuten Wartezeit für Bier und Wurst. Nach Angaben mehrerer Fans kam es zudem zu Schwierigkeiten mit den Kassensystemen. Gleichzeitig machten einige Zuschauer fehlende Erfahrung beim eingesetzten Personal als Ursache für Verzögerungen aus. Gerade bei großem Andrang habe es an einzelnen Verkaufsstellen an klaren Abläufen und Routine gefehlt. Damit wurde ausgerechnet jener Punkt zum größten Ärgernis, den der Betreiber künftig eigentlich verbessern wollte.
Monitore kommen bei den Fans gut an
Nicht sämtliche Neuerungen wurden negativ aufgenommen. Zuspruch gab es beispielsweise für die Bildschirme an den Verkaufsständen, auf denen Besucher während des Wartens das Spiel verfolgen konnten. Teilweise soll die Übertragung zwar leicht zeitversetzt gewesen sein, grundsätzlich stieß die Idee aber auf Zustimmung. Auch unter den kritischen Stimmen gibt es deshalb die Hoffnung, dass sich die anfänglichen Schwierigkeiten beheben lassen. Entscheidend dürfte sein, wie schnell Abläufe, Personalverteilung, Kassentechnik und Getränkeausgabe optimiert werden. Die nächste größere Gelegenheit dazu bietet sich beim Pokalspiel am 22. August gegen den SV Elversberg. Spätestens dann wird sich zeigen, welche Schlüsse der neue Caterer aus seiner ersten Bewährungsprobe gezogen hat.



