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Fortuna Düsseldorf: Quiala Tito wechselt nach Erfurt

Erst Ende Juni rückte Mechak Quiala Tito in den Profikader von Fortuna Düsseldorf auf, nun steht für den 20 Jahre alten Angreifer schon der nächste Schritt an. Das Sturm-Talent soll Spielpraxis sammeln und schließt sich Rot-Weiß Erfurt an. Für Manager Samir Arabi wäre es bereits der nächste Baustein eines Sommers, in dem Fortunas Kader nahezu im Dauertakt verändert wird.

Quiala Tito soll in Erfurt Minuten sammeln

Bei Fortuna fehlt Mechak Quiala Tito derzeit vor allem eines: eine realistische Aussicht auf regelmäßige Einsätze. Mit Fabian Schleusener, Gerrit Hottmann und Jordi Paulina ist die Konkurrenz im Düsseldorfer Angriff groß. Deshalb soll es den 20-Jährigen vorerst zurück in die Regionalliga ziehen.  Die Entwicklung kommt nur wenige Wochen nach einem wichtigen Karriereschritt. Ende Juni hatte Arabi den Angreifer aus Fortunas U23 zu den Profis hochgezogen. Quiala Tito hatte sich die Beförderung mit starken Leistungen verdient. Zehn Treffer und fünf Vorlagen standen in der vergangenen Saison für die zweite Mannschaft zu Buche. Arabi lobte damals vor allem die Entwicklung des Stürmers. Quiala Tito habe seine Torgefahr „eindrucksvoll unter Beweis gestellt“.

Zudem hob der Manager dessen „hohe Einsatzbereitschaft“ und körperliche Präsenz hervor. Eigenschaften, die ihm nach Arabis Einschätzung auch beim Übergang in den Profifußball helfen sollen. An dieser Bewertung hat sich durch die geplante Leihe wenig geändert. Der Weg soll lediglich über einen Zwischenschritt führen.

Arabi baut Fortunas Kader weiter um

Der Transfer passt in einen Sommer, in dem in Düsseldorf kaum Stillstand herrscht. Seit seinem Amtsantritt im Mai arbeitet Samir Arabi mit hoher Schlagzahl am Kader. Zuletzt hatte der 47-Jährige selbst verdeutlicht, wie groß der Umbau ausfällt. Innerhalb von sieben Wochen habe Fortuna 18 Transfers umgesetzt. Für Arabi zeigt diese Zahl, wie weit Anspruch, Größe des Klubs und sportliche Realität zunächst auseinanderlagen. Inzwischen ist auch die Verpflichtung von Andreas Müller zu für Fortuna attraktiven Konditionen abgeschlossen. Mit der geplanten Ausleihe von Quiala Tito würde bereits der nächste Deal folgen.

Nicht aussortiert, sondern gezielt ausgeliehen

Für den jungen Angreifer bedeutet der Wechsel nach Erfurt zunächst eine Rückkehr auf das Niveau, auf dem er sich in der vergangenen Saison empfohlen hatte. Sportlich muss das jedoch kein Rückschritt sein. Rot-Weiß Erfurt bietet ihm die Chance, regelmäßig Verantwortung zu übernehmen und sich in einer stark besetzten Regionalliga zu behaupten. Genau diese Spielpraxis wäre bei Fortuna angesichts der Konkurrenz im Angriff derzeit nur schwer zu garantieren.

Für Düsseldorf ist die Entscheidung deshalb vor allem eine Investition in die Entwicklung eines Talents. Quiala Tito bleibt Teil der Zukunftsplanung, soll seinen nächsten Schritt aber dort machen, wo er nicht auf der Bank auf seine Gelegenheit warten muss.