Die 3. Liga sorgt beim Deutschen Fußball-Bund nach den ersten sieben Spieltagen für große Zufriedenheit. Vor allem die erneut hohen Zuschauerzahlen, die offensive Spielweise und die Entwicklung junger Spieler stimmen DFB-Geschäftsführer Manuel Hartmann positiv. Gleichzeitig steht mit der Diskussion um die künftige Aufstiegsregelung bereits ein wichtiges strukturelles Thema auf der Agenda.
Mehr als 10.000 Zuschauer im Schnitt
Sportlich und auf den Rängen sieht der DFB die 3. Liga nach sieben Spieltagen auf einem guten Weg. Manuel Hartmann, Geschäftsführer Spielbetriebe der DFB GmbH & Co. KG, hebt dabei insbesondere die Zuschauerentwicklung hervor. Bereits zum dritten Mal in Folge liegt der Schnitt nach seinen Angaben bei mehr als 10.000 Besuchern pro Partie. Für Hartmann ist das ein deutliches Zeichen für die anhaltende Attraktivität des Wettbewerbs. Auch der bisher gezeigte Offensivfußball trägt aus seiner Sicht zum gelungenen Saisonstart bei.
Hinzu kommt die sportliche Entwicklung der Liga. Hartmann sieht eine steigende Qualität und verweist gleichzeitig auf zahlreiche junge Spieler, die in der 3. Liga ihre Chance erhalten und auf sich aufmerksam machen können. Sein Zwischenfazit fällt entsprechend positiv aus: Der Saisonstart sei aus Sicht des DFB gelungen und mache bislang „wirklich Spaß“, wie er in einem Interview mit „MagentaSport“ verrät.
Traditionsklubs als wichtige Zugpferde
Einen wesentlichen Anteil an der öffentlichen Wahrnehmung der 3. Liga haben für Hartmann die großen Traditionsvereine. Klubs mit einer breiten Anhängerschaft sorgen regelmäßig für fünfstellige Besucherzahlen und verleihen dem Wettbewerb auch über die eigentlichen Spieltage hinaus zusätzliche Aufmerksamkeit. Hartmann spricht in diesem Zusammenhang von „Leuchttürmen“, die teilweise zwischen 20.000 und 30.000 Zuschauer zu ihren Heimspielen ziehen. Als Beispiele nennt er unter anderem Vereine wie Hansa Rostock und verweist zugleich auf weitere große Namen, die in den vergangenen Jahren das Bild der Liga geprägt haben.
Gerade die Mischung macht für den DFB einen wichtigen Teil des Reizes aus: etablierte Traditionsvereine mit großen Stadien treffen auf kleinere Standorte und Mannschaften, die jungen Spielern eine Bühne für ihre Entwicklung bieten.
Aufstiegsregelung rückt wieder in den Mittelpunkt
Neben der sportlichen Entwicklung beschäftigt den DFB derzeit auch die Struktur rund um den Aufstieg in die 3. Liga. Für den 18. Dezember ist ein außerordentlicher DFB-Bundestag vorgesehen, bei dem die künftige Aufstiegsregelung eine zentrale Rolle spielen soll. Dass die Veranstaltung in Präsenz durchgeführt werden soll, begründet Hartmann mit der jahrelangen und teilweise emotionalen Diskussion über das Thema. Der direkte Austausch zwischen den Beteiligten soll dabei helfen, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen und bestehende Bedenken zu berücksichtigen.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte Kompassmodell. Nach Hartmanns Angaben gibt es dafür bundesweit eine Mehrheit. Dennoch sollen kritische Punkte vor der Abstimmung noch einmal geprüft werden. Auch Rückmeldungen von Vereinen, die weiterhin Vorbehalte haben, sollen in die Beratungen einfließen. Ziel sei es, den Antrag im DFB-Präsidium gegebenenfalls noch anzupassen und anschließend eine möglichst breite Zustimmung auf dem Bundestag zu erreichen.
Hartmann zieht positives Zwischenfazit
Hartmann verantwortet beim DFB die Ligen und Wettbewerbe, darunter die 3. Liga, den DFB-Pokal und die Google Pixel Frauen-Bundesliga. Zu seinem Aufgabenbereich gehören außerdem die Zulassungsverfahren sowie die Themen Stadien und Infrastruktur. Rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in seinem Verantwortungsbereich an der Organisation und Weiterentwicklung der Wettbewerbe.
Für die 3. Liga fällt das sportliche Zwischenzeugnis des Verbandes damit zunächst ausgesprochen positiv aus. Während volle Stadien und attraktiver Fußball derzeit für Rückenwind sorgen, dürfte spätestens im Dezember die Frage nach der zukünftigen Aufstiegsstruktur wieder deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken.



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