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RWE muss im Mittelfeld umplanen: Verletzung bremst Engelhardt-Deal

Rot-Weiss Essen fehlen im zentralen Mittelfeld die Alternativen und die erhoffte Verstärkung kann diese Lücke vorerst nicht schließen. Florian Engelhardt ist offenbar verletzt, weshalb seine bereits weit vorbereitete Verpflichtung ins Stocken geraten ist. Für Trainer Uwe Koschinat bleibt damit ein personeller Engpass bestehen, während sich die sportliche Leitung nach anderen Lösungen umsieht.

Koschinat muss auf der Acht improvisieren

Wie knapp die Auswahl inzwischen ist, zeigt der Blick auf die offensivere Achterposition: Mit Noah Pesch steht dort derzeit nur eine erprobte Möglichkeit zur Verfügung. Tony Menzel fällt wegen eines Syndesmosebandrisses aus, Nick Bätzner setzen schwere muskuläre Beschwerden in der Wade außer Gefecht. Hinzu kommt der längerfristige Ausfall von Max Geschwill, der mit einer Reizung im Knie zu kämpfen hat. Koschinat hat deshalb bereits eine interne Ausweichlösung ausprobiert. Im Niederrheinpokal gegen den Bezirksligisten Broekhuysen rückte Linksverteidiger Ekin Celebi ins zentrale Mittelfeld.

Dass solche Umstellungen auf Dauer ausreichen, ist angesichts des anstehenden Programms zumindest fraglich. Der Trainer hatte bereits in der Vorwoche auf „eine sehr hohe Zahl an Spielen in einer dichten Abfolge“ nach der Partie in Münster hingewiesen. Deshalb müsse genau geprüft werden, ob der vorhandene Kader diese Belastung bewältigen könne, erklärte Koschinat laut „WAZ“.

Engelhardt hatte sportlich bereits überzeugt

Mit Engelhardt schien eine passende Ergänzung gefunden. Der 23-Jährige, der zuletzt bei Viktoria Köln spielte und dort in der vergangenen Saison zum Stammpersonal gehörte, hatte im Probetraining und bei seinen Spieleinsätzen überzeugt. Demnach befürworteten sowohl Koschinat als auch die sportliche Führung eine Verpflichtung. Auch die Vertragsgespräche waren demnach bereits weit fortgeschritten. Offen war noch die abschließende Bewertung seines körperlichen Zustands nach mehreren Monaten ohne Verein. Dafür absolvierte Engelhardt zu Wochenbeginn einen intensiven Leistungstest. Inzwischen wurde bei ihm allerdings eine muskuläre Verletzung im Adduktorenbereich festgestellt. Wie lange er deshalb nicht spielen kann, ist derzeit unklar.

Damit fehlt ausgerechnet die Voraussetzung, auf die es für RWE besonders ankommt: Ein neuer Mittelfeldspieler muss kurzfristig zur Verfügung stehen. Engelhardt arbeitet weiterhin individuell an seiner Rückkehr. Seine Verpflichtung ist deshalb nicht endgültig ausgeschlossen, lässt sich unter den aktuellen Umständen aber vorerst nicht umsetzen.

Andere Namen auf dem Markt, aber keine schnelle Lösung

Für Marcus Steegmann, Essens Direktor Profifußball, geht die Suche somit weiter. Laut der WAZ prüfen die Verantwortlichen bereits Alternativen, wobei das Angebot an geeigneten vertragslosen Spielern überschaubar ist. Der Bericht nennt Julian Green und Marcel Sobottka als Beispiele für erfahrene Profis, die noch verfügbar wären. Konkrete Verhandlungen der Essener mit einem der beiden werden allerdings nicht genannt. Marco Richter ist dagegen inzwischen bei Darmstadt 98 untergekommen. Ein kurzfristiger Abschluss zeichnet sich dem Bericht zufolge nicht ab. Auch für das Testspiel bei Arminia Bielefeld am Samstag um 14 Uhr ist derzeit kein weiterer Probespieler eingeplant.

Auch bei Potocnik fehlt eine Diagnose

Zusätzliche Sorgen gibt es im Angriff. Jaka Cuber Potocnik konnte am Donnerstag nicht mittrainieren. Der 21 Jahre alte slowenische U21-Nationalspieler hat muskuläre Beschwerden an der Oberschenkelrückseite und soll genauer untersucht werden. Eine mögliche Ausfallzeit lässt sich bislang nicht beziffern. Für RWE bleibt damit nicht nur die Suche nach Verstärkung offen. Auch innerhalb des bestehenden Kaders hängt viel davon ab, wann die verletzten Spieler zurückkehren können. Bei Engelhardt müssen die Verantwortlichen nun abwägen, ob seine Genesung abgewartet werden kann oder eine andere Personalentscheidung die dringend benötigte Entlastung bringt.

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