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RWE gewinnt in Großaspach: Rios Alonso bleibt selbstkritisch

Rot-Weiss Essen hat in Großaspach gewonnen, doch Rios Alonso blendete die Probleme des Nachmittags nicht aus. Nach dem 1:0 sprach der Abwehrspieler über fehlende Entlastung in der zweiten Halbzeit und den Einsatz, mit dem RWE die Führung verteidigte. Für die Tabelle war der mühsame Erfolg wertvoll: Essen bleibt nah am Spitzenduo.

Rios Alonso beschreibt Essens Entlastungsproblem

Im Interview mit Radio Essen fand Rios Alonso ein Bild für die Bälle, die nach der Pause immer wieder zurückkamen: „War gefühlt wie ein Bumerang, den wir vorgeschlagen haben.“ Mit dieser Phase war der Verteidiger erkennbar unzufrieden. Sein Urteil fiel entsprechend differenziert aus: Spielerisch tat sich Essen schwer, defensiv hielt die Mannschaft dagegen. Rios Alonso hob zugleich hervor, dass sich die Mannschaft trotz ihrer Schwierigkeiten defensiv voll eingesetzt habe. Gerade deshalb sei es wichtig, „solche Spiele auch mal zu gewinnen“.

Bätzner hilft vorne, Janssen rettet hinten

Dass der Vorsprung hielt, lag auch an einer Szene in der 68. Minute. Marek Janssen klärte nach einer Großaspacher Ecke auf der Linie und verhinderte den Ausgleich. Die Gastgeber hatten nach der Pause deutlich mehr Druck aufgebaut. Auch Loris Maier und Lukas Stoppel kamen zu Möglichkeiten. Essen konnte die Überlegenheit aus der ersten Hälfte nicht durchgehend fortsetzen. Dabei hatte eine Änderung in Uwe Koschinats Startelf zunächst Wirkung gezeigt. Nick Bätzner begann nach seinen muskulären Problemen für Michael Kostka. In der 35. Minute verlängerte er einen Ball von Ben Hüning per Kopf zu Dickson Abiama, der ebenfalls mit dem Kopf das einzige Tor erzielte.

Bätzners Auswechslung war bereits vor der Partie zur Belastungssteuerung vorgesehen. Für ihn kam Janssen, der später mit seiner Rettungsaktion entscheidend zum Erhalt der Führung beitrug. Koschinat musste insgesamt auf sechs verletzte Spieler verzichten.

RWE bleibt zwei Punkte hinter der Spitze

Mit 24 Punkten aus zwölf Begegnungen liegt Rot-Weiss Essen weiter auf Platz drei. Viktoria Köln und der MSV Duisburg haben jeweils zwei Zähler mehr. Wie eng Essen damit an den direkten Aufstiegsplätzen bleibt, zeigt auch die jüngste Bilanz: Drei der vergangenen vier Ligaspiele endeten mit einem Sieg. Zugleich verbessert RWE seine Auswärtsausbeute. Aus den ersten fünf Reisen waren nur fünf Punkte entstanden, nun stehen acht Zähler aus sechs Gastspielen zu Buche.

Fünf Tage nach dem 1:2 im DFB-Pokal gegen RB Leipzig gelang damit die Rückkehr zu einem Erfolgserlebnis. Am Samstag, 7. November, empfängt Essen um 14 Uhr Alemannia Aachen an der Hafenstraße. Großaspach tritt zeitgleich bei Hansa Rostock an. Für RWE geht es dann darum, die gute Punkteausbeute fortzusetzen und wieder über längere Phasen für Entlastung zu sorgen.

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