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Mota vor Waldhof-Heimspiel: „Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert sein“

Foto: Waldhof X

Nach dem überzeugenden 5:1-Auswärtssieg bei der SG Sonnenhof Großaspach möchte der SV Waldhof Mannheim auch vor heimischer Kulisse nachlegen. Am Mittwochabend (19 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Rui Mota den FC Ingolstadt. Der Portugiese lobt die Entwicklung seines Teams, warnt allerdings vor den Schanzern und lässt mögliche Veränderungen in der Startelf offen.

Mota lobt die Entwicklung seiner Mannschaft

Der jüngste Auftritt in Großaspach hat beim SV Waldhof für neue Zuversicht gesorgt. Besonders die Art und Weise, wie die Mannheimer nach dem frühen Rückstand reagierten und die Partie schließlich deutlich für sich entschieden, gefiel Trainer Rui Mota. „Wir haben während der Pause viel daran gearbeitet, die Dinge zu verbessern“, erklärte der Waldhof-Coach auf der Pressekonferenz am Dienstag. Vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Gegentreffer habe ihn überzeugt. Anstatt sich verunsichern zu lassen, habe das Team konsequent den Ausgleich gesucht und anschließend weiter nach vorne gespielt.

Dennoch sieht Mota weiterhin Entwicklungspotenzial. Die Fortschritte seien erkennbar, entscheidend werde jedoch sein, diese Leistungen dauerhaft abzurufen. Mehr Konstanz bleibt deshalb eines seiner wichtigsten Ziele.

„Eine echte Mannschaft besteht nicht nur aus elf Spielern“

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war zuletzt die Qualität der Einwechselspieler. In Großaspach brachte Mota mit vier Veränderungen frische Kräfte, die insbesondere in der Schlussphase für zusätzlichen Offensivdruck sorgten. „Eine echte Mannschaft besteht nicht nur aus den elf Spielern, sondern auch aus denen, die ins Spiel kommen“, betonte der Portugiese. Bereits bei der Zusammenstellung des Kaders habe er darauf geachtet, unterschiedliche Spielertypen zur Verfügung zu haben. Dadurch könne er abhängig vom Spielverlauf reagieren und gezielt neue Impulse setzen.

Mota zeigte sich insbesondere von der Einstellung seiner Joker beeindruckt. „Die vier Spieler, die hineingekommen sind, hatten eine sehr starke Mentalität, viel Energie und waren hungrig darauf, der Mannschaft zu helfen.“ Dass der Waldhof inzwischen auch spät in einer Partie noch entscheidend zulegen kann, führt der Trainer zudem auf die verbesserte körperliche Verfassung zurück. Seine Mannschaft habe inzwischen ein gutes Niveau erreicht.

Müller angeschlagen – Fragezeichen hinter Thill

Vor dem Duell mit Ingolstadt könnte es Veränderungen in der Mannheimer Anfangsformation geben. Eine endgültige Entscheidung wollte Mota vor dem Abschlusstraining allerdings nicht treffen. Bei Joey Müller bereiten leichte Adduktorenprobleme Sorgen. Angesichts der englischen Woche möchte der Trainer kein unnötiges Risiko eingehen. „Für mich ergibt es keinen Sinn, einen Spieler einzusetzen, der nicht bei 100 Prozent ist, wenn wir andere Spieler haben, die es sind“, stellte Mota klar.

Auch Vincent Thill wurde zuletzt bewusst geschont. Nach einer intensiven Phase mit mehreren Länderspielen und zahlreichen Reisen benötigte der Luxemburger zusätzliche Regeneration. Bei Claudio Kammerknecht und Leroy Mickels war die Situation zuletzt günstiger. Beide wären nach Einschätzung des Trainerteams bereits für Einsatzminuten infrage gekommen. Welche Spieler am Mittwoch beginnen, soll sich nach der abschließenden Trainingseinheit und der Auswertung der Belastungsdaten entscheiden.

Ingolstadt trotz drei Niederlagen nicht unterschätzen

Mit dem FC Ingolstadt wartet auf die Mannheimer ein Gegner, der zuletzt drei Niederlagen hinnehmen musste. Dennoch warnt Mota vor der Erfahrung und Qualität der Schanzer, die bereits sieben ihrer Punkte auswärts gesammelt haben. Der Trainerwechsel beim FCI erschwert zudem die Vorbereitung. Zwar hat das Waldhof-Trainerteam die jüngsten Auftritte analysiert, welche taktische Ausrichtung die Gäste am Mittwoch wählen werden, bleibt jedoch offen.

„Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert sein“, forderte Mota. Seine Mannschaft müsse erneut ihre gesamte Qualität, ihren Mut und ihre Leidenschaft auf den Platz bringen. Auch die bisher geringere Torausbeute im eigenen Stadion beschäftigt den Coach. Allerdings verweist er darauf, dass viele Gegner in Mannheim defensiver auftreten und weniger Räume anbieten. Chancen habe sich der Waldhof dennoch ausreichend erarbeitet. Bis zur Pressekonferenz waren rund 7.500 Eintrittskarten verkauft, davon 50 für den Gästebereich. Mota hofft erneut auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. Mit einem weiteren Dreier könnte der Waldhof seinen positiven Trend bestätigen und nach dem deutlichen Auswärtssieg nun auch im Carl-Benz-Stadion ein sportliches Ausrufezeichen setzen.

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