Der umstrittene Investor beim TSV 1860 München ist seit nun rund neun Jahren bei den Löwen. Seit dem hat er laut eigenen Aussagen rund 80 Millionen Euro in den Verein gesteckt, bisher ohne sportlichen Erfolg. Die Corona-Krise sieht er nun auch als Chance.
In einem Interview gegenüber der „Sport Bild“ sagte Ismaik nun, dass „wir alles tun werden, damit wir diese Krise gemeinsam meistern. Wir haben einen großen Vorteil, wir sind im Vergleich zu anderen Klubs krisenerprobt. Ich baue aber auch auf die Solidarität und das einmalige Herzblut unserer Löwen-Familie. Solange wir sie an unserer Seite haben, wird uns nichts passieren.“
Hasan Ismaik sieht die Corona-Krise aber auch als Chance und ergänzt weiter: „Wir müssen diese Krise auch als Chance sehen. Der DFB muss sich öffnen und tragfähige Modelle entwickeln – unabhängig von 50+1. Man sieht ja, ausgelöst durch Corona, dass viele Vereine schnell in eine finanzielle Schieflage geraten. Man darf den Fußball in Deutschland nicht nur verwalten.“
Im Mai 2011 ist Ismaik damals bei den Münchener Löwen eingestiegen und hat für 18 Mio. Euro 60 % der Aktien erhalten. Bereits im Februar 2016 kündigte Ismaik den Bau eines neuen Löwen-Stadions gegenüber den Messehallen in Riem an. Das Stadion sollte ein Fassungsvermögen von 52.000 Plätzen haben. Dazu kam es jedoch nie.
Nach dem die Mannschaft am 2. Juni 2017 aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist, verweigerte der Löwen-Investor die für eine Lizenz für die 3. Liga erforderlichen Zahlungen, sodass der Verein in der Spielzeit 2017/18 in der Regionalliga Bayern antreten musste. Im Mai 2018 gelang der direkte Wiederaufstieg in die 3. Liga, wo man sich stand heute immer noch befindet. Vielen Fans vom TSV 1860 München ist Ismaik ein Dorn im Auge.
