Dieses sächsisch – bayrische Duell – passend diesmal am Tag der deutschen Einheit – bot in den bisherigen zwei Spielen in Westsachsen allerhöchsten Unterhaltungswert. Mit dem Sieg der Münchener Löwen setzten sich die Jungs von Köllner weiter oben in der Tabelle fest.
Sowohl beim 5:2 Im Jahr 2019 als auch beim 2:2 im Februar dieses Jahres (vor der Corona-Pause) gab es Tore satt und jede Menge Spannung und Dramatik. Genau in diesem Stil ging es auch diesmal weiter. Bereits in der ersten Minute erzielte der alte Mann im Sturm der Löwen, Sascha Mölders (35) mit der ersten Möglichkeit die Führung für die Gäste. Aus Sicht der Zwickauer Fans „ausgerechnet“ Sascha Mölders, der spätestens seit dem Auftritt im Februar beim Anhang der Westsachsen einen äußerst schweren Stand hat.
Da ließ sich der 37-Jährige „Opa“ im Sturm des FSV Zwickau, Ronny König nicht lange lumpen und erzielte bereits in der neunten Minute per Kopf den 1:1 Ausgleichstreffer. Danach konnten beide Mannschaften verständlicherweise das hohe Tempo der Anfangsphase nicht mehr halten. Die Gastgeber wirkten in ihren Offensivbemühungen etwas gefährlicher, den Löwen gelang es kaum noch gefährlich vor das Tor der Schwäne zu kommen. Dementsprechend ging es mit diesem 1:1 in die Halbzeitpause.
Löwen eiskalt vor dem generischen Tor
Direkt nach Anpfiff zu den zweiten 45 Minuten war zu spüren, dass der FSV Zwickau jetzt wesentlich offensiver und zielstrebiger zu Werke ging. Die ganz großen Tormöglichkeiten blieben zwar Mangelware, das Spielgeschehen spielte sich aber vermehrt in der Hälfte der Münchner Löwen statt. Genau in dieser Drangperiode der Gastgeber fiel mit der ersten gefährlichen Aktion der erneute Führungstreffer für die Löwen.
Nach einer tollen Vorarbeit von Marius Willsch verwandelte Dennis Dressel aus kürzester Distanz zum 1:2. Danach verstanden es die Löwen zumeist geschickt, die Gastgeber vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Auffälligster Akteur in der Schlussphase war der eingewechselte Dustin Willms, der bereits bei seiner Einwechslung in der 72. Minute kurioserweise die gelbe Karte bekam, da er zu früh auf den Platz gelaufen war.
Die größte Gelegenheit zum Ausgleichstreffer vergab in der 84. Minute eben jener Dustin Willms, als er alleine vor dem hervorragend reagierenden Löwentorhüter Marco Hiller mit einem Lupfer scheiterte. Während Löwen-Trainer Michael Köllner nach dem Spiel meinte, es hätte in der Schlussphase zwei, drei Situationen gegeben, „wo wir Glück und einen guten Torwart hatten“ beklagte Schwäne-Trainer Joe Enochs die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung und haderte mit einem nicht gegebenen Elfmeter.
