1.FC Saarbrücken hält den Anschluss in der Tabelle

Im Topspiel des 25. Spieltages standen sich im Völklinger Hermann-Neuberger Stadion der 1. FC Saarbrücken und die Münchner Löwen gegenüber. Aufgrund der abermals schlechten Platzverhältnisse im Saarbrücker Ludwigspark musste die Begegnung kurzfristig in das benachbarte Völklingen verlegt werden.

Einiges geboten in Völklingen

Es war einiges geboten an diesem Nachmitag, zwei überdurchschnittliche Torhüter, ein vergebener Elfmeter, Dramatik in der Nachspielzeit, drei Tore und ein Platzverweis nach Schlusspfiff. Obwohl die Löwen den ersten Torschuss der Partie abgaben bestimmte der FCS die Anfangsphase, hatte einige Eckbälle und war deutlich feldüberlegen. Die erste Großchance hatten jedoch die Gäste. Greilingers Kopfball klärte Zellner artistisch auf der Linie für den bereits geschlagenen Batz im Saarbrücker Gehäuse (23. Minute).

Genau in der Phase, als sich die Löwen etwas vom Druck befreien konnte fiel dann der etwas überraschende aber nicht unverdiente Führungstreffer für die Gastgeber. Eine Flanke von Jänicke verwandelte Top-Scorer Shipnoski zur 1:0 Führung. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause, da zuerst Tallig knapp vorbei zielte und anschließend Zellner als letzter Mann gegen Greilinger den Ball verlor, seinen Fehler aber wieder ausbügeln konnte.

Viel Hektik in der zweiten Hälfte 

Beide Teams schenkten sich auch in der zweiten Hälfte nichts und spielten weiter mit viel Leidenschaft und Einsatz. Die Partie wurde jetzt aber auch hitziger, schon kurz nach Wiederanpfiff kam es zu einer ersten kleinen Rudelbildung. Dann begann der wilde Ritt im Völklinger Völklinger Hermann-Neuberger Stadion aber so wirklich. In der 60. Minute verhinderte das Geburtskind Hiller im Münchner Gehäuse nach einem platzierten Kopfball von Jacobs mit einer Glanztat den fast schon sicheren zweiten Treffer des FCS.

Im direkten Gegenzug gab es nach Foul von Zellner an Lex einen absolut berechtigten Elfmeter für die Gäste, der sichere Strafstoßschütze Steinhart scheiterte aber am glänzend reagierenden Batz. Nur drei Minuten später wurde es dann ganz bitter für die Münchner Löwen, statt 1:1 stand es plötzlich 2:0, da Günther-Schmidt diesmal aus kurzer Entfernung wuchtig abzog und Hiller diesmal keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Die Löwen gaben sich aber nicht geschlagen und erzielten wiederrum nur drei Minuten später nach einer unglücklichen Abwehraktion von Zellner und Perdedaj durch wen sonst als Sascha Mölders den verdienten Anschlusstreffer.

Dramatische Schlussphase

Es ging weiter hin und her, Mölders erzielte fast das 2:2 (74. Minute), den anschließenden Konter der Gastgeber klärte Hiller erneut mit starker Parade vor Jacob. Nur eine Minute später hätte es eigentliche Elfmeter für den FCS geben müssen, als Erdmann den auf das Löwentor stürmenden Günther-Schmidt recht deutlich am Trikot zupfte. Die Pfeife von Schiedsrichter Jöllenbeck blieb jedoch seltsamerweise stumm.

In der Folgezeit waren die Löwen die feldüberlegene Mannschaft, die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die jetzt auf Konter ausgelegten Gastgeber. Da Löwentorwart Hiller aber erneut einen Glanztag erwischte und mehrmals einen dritten Gegentreffer verhinderte, blieben die Gäste im Spiel.

Dramatisch wurde es dann in der Nachspielzeit. Der zu seiner Drittligapremiere eingewechselte Löwen-Neuzugang Staude schoss zwar schwach aber platziert, der Ball trudelte an den Pfosten und sprang von dort zurück in das Feld. Anschließend brachte der ebenfalls eingewechselte Biankadi das Kunststück fertig, den Ball aus einem Meter Entfernung nicht im Tor unterzubringen, da der Saarbrücker Verteidiger Boesel noch ein Bein dazwischen bekam und den Ball von der Linie kratzte.

Platzverweis nach Schlusspfiff

Gleich danach war Schluss, was jedoch die Gemüter nicht beruhigte. Nach dem Abpfiff kam es zu einer größeren Rudelbildung bei der auf Münchner Seite Mölders und Salger sowie beim FCS Gouras die gelbe Karte sahen. Für den bereits verwarnten Löwenverteidiger Salger bedeutete dies nach Schlusspfiff gelb-rot, er ist damit am nächsten Freitag gegen die kriselnde SpVgg Unterhaching gesperrt.

Der 1. FC Saarbrücken muss am kommenden Samstag beim SC Verl antreten und sich im Duell der starken Aufsteiger erneut beweisen.

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