Erneut sorgt der Trainingsplatz am Alsenweg für Diskussionsstoff. Cheftrainer Patrick Glöckner kritisiert die schlechten Trainingsbedingungen und schiebt die Schuld auf die Stadt Mannheim.
Die Trainingsbedingungen am Alsenweg wird wohl ein Kapitel sein, welches nie enden wird. Schon seit Jahren hat der SV Waldhof Mannheim immer wieder mit einem schlechten Rasenplatz zu kämpfen. Der Wintereinbruch hat den Boden nun nahezu unbespielbar gemacht. „Durch den Schnee ist er sehr weich geworden, da fliegen die Brocken raus und es entstehen extreme Löcher. Es gibt sehr viele Unebenheiten, der Platz ist noch nie gewalzt worden„, so Glöckner gegenüber dem „Mannheimer Morgen„. Im Klartext: „Der Platz ist komplett kaputt.“
Trainingsniveau leidet unter den schlechten Platzverhältnissen
Da der Platz nicht dem SV Waldhof Mannheim sondern der Stadt gehört, obliegt es auch in deren Aufgabe, sich um die Pflege zu kümmern. „Wir warten seit vier Monaten auf den Vertragsentwurf von der Stadt bezüglich der Übernahme der Plätze, erst danach dürfen wir sie auch pflegen„, so Glöckner weiter. Einige Profis tapen sich offenbar sogar dick ihre Sprunggelenke, um nicht bei dem löchrigen Geläuf umzuknicken.
„Das ist schon gefährlich. Nicht nur von der Verletzungsgefahr, sondern für das gesamte Trainingsniveau“, so der 44-Jährige. „Der Spaßfaktor im Fußball kommt über gelungene Aktionen. Wir wollen einen schnellen Fußball spielen. Wenn du bei der Ballannahme aber drei oder vier Kontakte brauchst, ist das schon ein Unterschied. Diese Automatismen gehen ein bisschen verloren.“ Das es so auf Dauer nicht weitergehen kann, ist allen bewusst. Kurzzeitig hat man überlegt, sogar auf den Kunstrasenplatz auszuweichen. „Wenn die Stadt nicht in die Pötte kommt, müsste man sich auf jeden Fall Alternativen überlegen.“ Eine Überlegung hier wäre das Mannheimer Carl-Benz-Stadion.


