In einem offenen Brief hat sich Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiss Essen, nach der Jahreshauptversammlung (JHV) an Fans, Vereinsmitglieder und Sponsoren gewandt.
In dem Brief stellte Uhlig die wichtigsten Botschaften zur aktuellen Situation von Rot-Weiss Essen heraus. Trotz einiger Probleme befinde sich der Verein in einer stabilen finanziellen Situation. Die Verbindlichkeiten seien weitgehend unbedenklich und die langfristigen Darlehen zu moderaten Konditionen. Das Budget für die kommende Saison sei sorgfältig geplant und man wolle eine bessere Saison spielen. Uhlig versprach auch eine bessere Transparenz und Kommunikation seitens des Vereins.
Fehlende Einnahmen des ehemaligen Hauptsponsors und kompensierende Ausgleichszahlung
Weiter heißt es: „Es liegt weder eine finanzielle Schieflage vor noch droht eine Insolvenz!“ Herr Uhlig erläuterte außerdem, dass sich der Bericht auf der Mitgliederversammlung auf das Geschäftsjahr 2022 bezogen habe, in dem es zu Abweichungen von den ursprünglichen Planungen gekommen sei. Diese Abweichungen seien auf nicht realisierte Einnahmen und höhere Kosten zurückzuführen. „Auf der Einnahmeseite haben wir zum einen nicht erfolgte Einnahmen unseres ehemaligen Hauptsponsors, die so für uns im Moment der Planerstellung nicht vorhersehbar waren (eine Forderung in Höhe von 500.000 Euro, die wir im Übrigen Dank einer Ausgleichszahlung im Frühjahr 2023 vollständig wieder kompensieren konnten), und eine vereinbarte Spende, die für diverse Bereiche in unserer Jugendabteilung am Nachwuchsleistungszentrum gedacht war.“
Positive Auswirkungen der Optimierungsmaßnahmen: Überschuss zum 30.06.2023 erwartet
Uhlig räumte auch ein, dass die internen Prozesse und Kontrollen nicht ausreichend waren, um die Abweichungen rechtzeitig zu erkennen. Es seien jedoch Maßnahmen zur Optimierung des Rechnungswesens und zur Verbesserung der Prozesse eingeleitet worden. „Diese Optimierungen haben bereits jetzt zur Folge, dass das geplante Ergebnis zum 30.06.2023 („schwarze Null“) mit einem geringen Überschuss übertroffen werden wird. Überschüsse werden wir auch in Zukunft benötigen, um die DFB-Auflage zu erfüllen, in jedem Geschäftsjahr einen Überschuss von mindestens 5% des „negativen Eigenkapitals“ zu erzielen„, so Uhlig.
Abschließend macht der 52-Jährige deutlich, „dass wir auch jetzt schon absolut konkurrenzfähig budgetiert sind. Das gilt für den Sport wie auch für alle anderen Verpflichtungen. Ebenso möchte ich feststellen, dass die aktuelle Lage nicht schön, aber sicherlich nicht bedrohlich für Rot-Weiss Essen ist.“ In Zukunft sollen Fehler, die gemacht worden sind, geändert werden. „Wir haben im Finanzbereich bereits sehr viel umgestellt und optimiert.“
