Für Mika Haas ist das Pokalduell beim SV Waldhof Mannheim mehr als nur das nächste Pflichtspiel. Der 21-Jährige kennt die Rivalität mit den Kurpfälzern seit seiner Jugend beim 1. FC Kaiserslautern und versucht nun, auch die neuen Mitspieler auf die besondere Bedeutung der Partie vorzubereiten. Nach dem torlosen Derby gegen Karlsruhe wartet damit bereits der nächste emotionale Härtetest auf den FCK.
Haas kennt die Rivalität aus eigener Erfahrung
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem 1. FC Kaiserslautern nach dem 0:0 gegen den Karlsruher SC nicht. Schon am kommenden Freitag steht mit dem Pokalspiel beim SV Waldhof Mannheim das nächste traditionsreiche Duell auf dem Programm. Für Haas besitzt diese Begegnung noch einmal einen besonderen Stellenwert. Das FCK-Eigengewächs ist mit der Rivalität zwischen Kaiserslautern und Mannheim aufgewachsen und weiß entsprechend, welche Bedeutung das Aufeinandertreffen für das Umfeld beider Vereine hat.
Auch innerhalb der Mannschaft gibt der Verteidiger dieses Wissen offenbar weiter. Gerade Spielern, die erst seit kurzer Zeit beim FCK unter Vertrag stehen, vermittelt Haas, was sie in Mannheim erwartet. Während der 21-Jährige selbst noch am Anfang seiner Profikarriere steht, übernimmt er bei diesem Thema damit bereits eine erfahrene Rolle.
Pokalcharakter verschärft die Ausgangslage
Dass auch das Duell mit Karlsruhe für den FCK eine besondere Partie war, stellt Haas nicht infrage. Sowohl Spiele gegen den KSC als auch gegen Waldhof seien für Kaiserslautern außergewöhnliche Begegnungen. Das Aufeinandertreffen in Mannheim bewertet er aufgrund der zusätzlichen sportlichen Bedeutung allerdings noch etwas höher.
Der entscheidende Unterschied: Diesmal gibt es keine Punkteteilung. Im Pokal muss am Ende ein Sieger feststehen. Genau dieser K.-o.-Charakter erhöht aus Sicht von Haas den Druck auf beide Mannschaften. Das Unentschieden gegen Karlsruhe kann für den FCK deshalb kaum als Blaupause dienen. In Mannheim reicht es nicht, defensiv stabil zu stehen und zumindest einen Punkt mitzunehmen. Kaiserslautern benötigt zwingend einen Sieg, um die nächste Runde zu erreichen.
Klare Zielsetzung für die Reise nach Mannheim
Entsprechend eindeutig formuliert Haas die Marschroute. Der FCK wolle nach Mannheim fahren, „um direkt zu gewinnen“, wie er gegenüber der „Bild“ verrät. Eine Ansage, die angesichts der Rivalität kaum überraschend kommt, gleichzeitig aber auch den Anspruch der Lauterer verdeutlicht. Für die Mannschaft geht es dabei nicht ausschließlich um das Weiterkommen. Gerade in einem Duell mit dieser Vorgeschichte dürfte auch die Wirkung eines Erfolgs oder einer Niederlage auf das Umfeld deutlich größer sein als bei einem gewöhnlichen Pokalspiel. Haas selbst dürfte dabei besonders im Fokus stehen. Als Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kennt er die Erwartungen in Kaiserslautern aus nächster Nähe.
Dass er dieses Verständnis nun an Neuzugänge weitergibt, zeigt zugleich, welche Rolle Eigengewächse bei solchen Begegnungen einnehmen können: Sie müssen nicht nur auf dem Platz bestehen, sondern innerhalb der Kabine vermitteln, weshalb ein Derby für Verein und Anhänger eine besondere Bedeutung besitzt. Am Freitag wird sich zeigen, wie gut der FCK diese Emotionalität mit der sportlichen Aufgabe verbinden kann. Nach dem ersten Derby der Saison gegen Karlsruhe wartet in Mannheim jedenfalls direkt die nächste Prüfung, diesmal ohne die Möglichkeit, sich mit einem Remis zu verabschieden.


