Der TSV 1860 München hat in einem äußerst hitzigen Spiel einen späten Rückschlag erlitten, der schließlich zum Platzverweis für den Trainer der „Löwen“ führte.
Trotz aufopferungsvollem Kampf und zwei Platzverweisen endete das Gastspiel bei Viktoria Köln nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit durch Michael Schultz (90.+2) mit einer schmerzlichen 1:2-Niederlage. Die Partie begann mit einem frühen Rückschlag für die Münchner, als Morris Schröter in der ersten Halbzeit einen langen Ball falsch einschätzte und einen Handelfmeter verursachte. Luca Marseiler von Viktoria Köln verwandelte den Strafstoß in der 41. Minute zur Führung der Gastgeber. Doch Schröter bewies sofort Nervenstärke und glich nur eine Minute später per Fallrückzieher aus (42.).
Emotionale Reaktionen von Maurizio Jacobacci sorgen für Platzverweis
Die erste Halbzeit war geprägt von hitzigen Aktionen und insgesamt sieben Gelben Karten. Die Kölner drängten auf die erneute Führung, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen, auch drei Großchancen blieben ungenutzt. In der Schlussphase der Partie sorgte Michael Schultz mit einem Kopfball kurz vor dem Abpfiff für die 2:1-Führung von Viktoria Köln, die zu hitzigen Szenen auf und neben dem Platz führte. Die Situation für die Münchner spitzte sich zu, als Leroy Kwadwo in der 80. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah und Morris Schröter in der 82. Minute eine Gelb-Rote Karte erhielt.
Damit mussten die Löwen das Spiel mit nur noch acht Feldspielern beenden. Nach dem Schlusspfiff zeigte auch TSV-Trainer Maurizio Jacobacci emotionale Reaktionen und wurde des Feldes verwiesen. „Ich habe dem Schiedsrichter nur die Hand gegeben und ihm gesagt, dass es kein positives Spiel von ihm war„, so der Trainer nach der Partie.



