Im Sachsenpokal-Viertelfinale, das für Dynamo Dresden fast mit einer peinlichen Niederlage geendet hätte, setzte sich der Drittligist am Ende nach einem nervenaufreibenden Schlagabtausch knapp mit 7:6 im Elfmeterschießen durch. Mannschaftskapitän Stefan Kutschke attestierte der Mannschaft nach dem Spiel ein höheres spielerisches Niveau und merkte kritisch an, dass es nicht gelungen sei, den defensiv eingestellten Gegner in Bedrängnis zu bringen.
Trainer Markus Anfang hatte sich entschieden, die Mannschaft kräftig durchzumischen und im ausverkauften Vogtlandstadion, das 5.000 Zuschauer fasst, nur drei Spieler aus dem letzten Drittligaspiel gegen Ulm aufzubieten. Die in weinroten Trikots spielenden Dresdner dominierten das Geschehen, hatten aber auf dem unebenen Rasen mit ihrem Kombinationsspiel zu kämpfen, um gefährliche Momente zu kreieren. „Das ist ein Geduldsspiel. Man merkt, dass wir uns schwer tun“, so der Geschäftsführer der Sachsen, David Fischer.
Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht – Dynamo versuchte durchzubrechen, fand aber keinen Weg durch die Abwehr der Plauener Amateurfußballer. Es fehlte an Präzision, Entschlossenheit und Durchschlagskraft. Trainer Anfang versuchte mit frischen Offensivkräften das Blatt zu wenden und eine Verlängerung zu vermeiden, was jedoch misslang. Plauen ging durch ein Tor von Martynets in Führung, was Anfang sichtlich frustrierte.
Dresden im Halbfinale des Sachsenpokals gegen Zwickau
Erst in der Verlängerung gelang Kutschke nach einer Ecke von Arslan per Kopf der Ausgleich. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen, in dem Ersatztorwart Daniel Mesenhöler den entscheidenden Schuss parierte und Jakob Lemmer den Siegtreffer erzielte. „Wir haben den Jungs Spielzeit gegeben, die sonst nicht so zum Zug kommen. Da merkt man, dass dem einen oder anderen noch etwas fehlt“, so Anfang nach der Partie. Im Halbfinale trifft Dynamo Dresden auf Zwickau und Bischofswerda auf den FC Erzgebirge Aue.



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