Der DFB hat im Juni gleich mehrere Fanvergehen aus der 3. Liga nachbereitet und dabei vor allem den MSV Duisburg sowie Rot-Weiss Essen zur Kasse gebeten. Für Duisburg summieren sich drei Vorfälle auf 32.400 Euro, Essen muss nach dem Relegationsrückspiel bei Greuther Fürth 19.000 Euro zahlen. Im Mittelpunkt stehen erneut Pyrotechnik, ein Platzsturmversuch und Sachbeschädigungen.
Duisburg zahlt für drei Vorfälle
Am härtesten trifft es den MSV Duisburg. Der DFB-Kontrollausschuss belegte den Klub am 12. Juni wegen mehrerer Zwischenfälle zum Saisonende mit einer Geldstrafe von insgesamt 32.400 Euro. 2450 Euro entfallen auf sieben gezündete Pyrofackeln im Spiel gegen Viktoria Köln. Weitere 600 Euro werden fällig, weil beim Spiel gegen Osnabrück eine Person aus dem Duisburger Zuschauerbereich in den Innenraum gelangte und in Richtung des Schiedsrichters auf das Feld lief.
Tivoli-Einsatz wird besonders teuer
Den größten Anteil macht jedoch das Auswärtsspiel auf dem Aachener Tivoli aus. Dort wurden im MSV-Block 68 pyrotechnische Gegenstände registriert. Hinzu kamen Würfe auf den Platz, zerstörte Sitzschalen und beschädigte Sanitäranlagen. Allein dieser Komplex schlägt mit 29.350 Euro zu Buche.
Auch Essen wird belangt
Auch Rot-Weiss Essen bleibt nicht verschont. Für Vorfälle im Relegationsrückspiel bei der SpVgg Greuther Fürth muss RWE 19.000 Euro zahlen. Laut DFB wurden direkt nach Wiederbeginn und wenige Minuten nach Abpfiff jeweils Raketen aus dem Essener Block abgeschossen. Dazu kamen im Verlauf der Partie mindestens 50 pyrotechnische Gegenstände, darunter zahlreiche Bengalische Fackeln und Blinker.
Klare Sätze im Strafenkatalog
Wie teuer solche Vergehen in der 3. Liga werden, ist klar geregelt. Für jeden abgebrannten pyrotechnischen Gegenstand werden grundsätzlich 350 Euro fällig. Beim Abschießen oder Werfen steigt der Regelsatz auf 750 Euro pro Fall. Damit bleibt das Bild vertraut: Sportlich ist die Saison vorbei, juristisch arbeiten die Gremien weiter. Gerade für Duisburg und Essen zeigt sich erneut, wie schnell Fanverhalten abseits des Spiels erhebliche Summen kostet.
