Preußen Münster hat seinen Kader bereits mit acht Neuzugängen verstärkt, die Suche nach einem weiteren Angreifer läuft jedoch weiter. Nach Informationen der „BILD“ wird dabei auch Dennis Jastrzembski als möglicher Kandidat gehandelt. Offiziell bestätigt ist ein Interesse an dem 26-Jährigen bislang nicht.
Münster sucht einen anderen Stürmertyp
Im Angriff sieht der Drittligist offenbar weiterhin Handlungsbedarf. Gesucht wird dem Bericht zufolge vor allem ein Mittelstürmer, der sich im Zentrum behaupten, Bälle festmachen und für Torgefahr sorgen kann. Die Suche gestaltet sich allerdings schwierig. Spieler mit diesem Profil sind auch bei anderen Vereinen gefragt und können teilweise auf finanziell attraktivere Angebote oder Möglichkeiten in höheren Spielklassen hoffen. Münsters Sportdirektor Jan Uphues hatte deshalb bereits um Geduld gebeten und öffentlich gesagt, dass man bereits „den einen oder anderen Kandidaten im Visier“ hat.
Konkrete Namen bestätigte der 38-Jährige dabei nicht. Auch bei Jastrzembski gibt es bislang weder eine offizielle Bestätigung für Gespräche noch Hinweise auf einen bevorstehenden Abschluss.
Jastrzembski bringt Tempo und Erfahrung mit
Der 26-Jährige steht seit dem 1. Juli ohne Verein da und könnte somit ablösefrei verpflichtet werden. Zuletzt lief der in Rendsburg geborene Deutsch-Pole für die zweite Mannschaft von Sturm Graz in der österreichischen 2. Liga auf. In 24 Einsätzen erzielte er drei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Jastrzembski verfügt zudem über Erfahrung aus mehreren Ligen. Für Hertha BSC, den SC Paderborn, Waldhof Mannheim, Fortuna Düsseldorf und Slask Wroclaw kam er in Deutschland und Polen zum Einsatz.
In seiner bisherigen Laufbahn stehen unter anderem 19 Bundesliga-Spiele, 23 Partien in der 2. Bundesliga, 19 Drittliga-Einsätze sowie 47 Begegnungen in der polnischen Ekstraklasa. Seine Zukunft lässt der Offensivspieler bislang offen. „Wünsche über eine Spielklasse oder ein bestimmtes Land habe ich nicht. Sehr wichtig wäre mir, das Vertrauen zu bekommen und dass ich in guten Händen bin, um 110 Prozent geben und mich wohlfühlen zu können“, sagte Jastrzembski.
Kein klassischer Mittelstürmer
Sportlich würde der 1,80 Meter große Linksfuß vor allem Geschwindigkeit und Flexibilität mitbringen. Jastrzembski wird überwiegend auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt und kann mit seinem Antritt Räume hinter der gegnerischen Abwehr attackieren. Damit entspricht er allerdings nicht vollständig dem Profil des klassischen Mittelstürmers, den Münster offenbar noch sucht. Als zentraler Zielspieler, der lange Bälle behauptet und dauerhaft den Strafraum besetzt, war Jastrzembski in seiner bisherigen Karriere nicht vorrangig eingeplant.
Eine Verpflichtung könnte den Preußen dennoch zusätzliche Möglichkeiten für die Flügel und das Umschaltspiel eröffnen. Ob Münster den ablösefreien Offensivspieler tatsächlich als ernsthaften Kandidaten betrachtet, bleibt vorerst offen. Bis zu einer offiziellen Mitteilung ist sein Name ausschließlich als unbestätigtes Transfergerücht einzuordnen.



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