Neue Regeln in der 3. Liga: Das ändert sich ab der kommenden Saison

Mehr Verantwortung für Spieler, weniger Spielverzögerungen: Mit Beginn der neuen Saison treten in der 3. Liga mehrere Regeländerungen in Kraft. Der Deutsche Fußball-Bund will damit den Spielfluss verbessern, Zeitspiel eindämmen und Entscheidungen auf dem Platz klarer gestalten. Für Spieler, Trainer und Schiedsrichter bedeutet das einige spürbare Anpassungen.

Strengere Vorgaben bei Auswechslungen

Besonders deutlich fällt die neue Regel bei Spielerwechseln aus. Künftig muss ein ausgewechselter Spieler das Spielfeld innerhalb von zehn Sekunden verlassen. In den letzten fünf Sekunden zeigt der Schiedsrichter einen sichtbaren Countdown an. Hält sich der Spieler nicht an diese Vorgabe, hat das unmittelbare Folgen für seine Mannschaft. Das Team muss mindestens eine Minute in Unterzahl weiterspielen, da der Ersatzspieler erst anschließend das Feld betreten darf. Die Maßnahme soll gezielt unnötige Verzögerungen am Spielende verhindern.

Mehr Spielraum bei der Vorteilsregel

Auch bei falsch ausgeführten Spielfortsetzungen erhalten Schiedsrichter künftig mehr Handlungsspielraum. Führt eine fehlerhafte Ausführung dennoch direkt zu einer aussichtsreichen Angriffssituation für den Gegner, kann der Unparteiische Vorteil laufen lassen. Eine Ausnahme bleibt jedoch bestehen: Bei grundsätzlich falsch ausgeführten Spielfortsetzungen, etwa einem Einwurf mit dem Fuß, wird das Spiel weiterhin unterbrochen.

Countdown bei Einwürfen und Abstößen

Um Zeitspiel weiter einzudämmen, gibt es künftig auch bei Einwürfen und Abstößen einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown. Verzögert eine Mannschaft die Spielfortsetzung, startet der Schiedsrichter den Countdown ähnlich wie bereits beim bekannten Acht-Sekunden-Limit für Torhüter. Wird der Ball anschließend nicht rechtzeitig ins Spiel gebracht, erhält die gegnerische Mannschaft den Einwurf beziehungsweise einen Eckstoß.

Neue Vorgaben nach Verletzungsunterbrechungen

Auch bei Verletzungen ändern sich die Abläufe. Muss ein Spieler behandelt werden, nachdem der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen oder medizinisches Personal auf das Feld gerufen hat, muss der betroffene Akteur anschließend mindestens eine Minute außerhalb des Spielfeldes bleiben. Ausgenommen von dieser Regel sind Torhüter sowie Spieler, die infolge eines gelb- oder rotwürdigen Fouls behandelt werden mussten.

Änderung bei Toren nach Vorteil

Eine weitere Anpassung betrifft Situationen, in denen der Schiedsrichter zunächst auf Vorteil entscheidet und die angreifende Mannschaft den folgenden Angriff erfolgreich abschließt. In diesen Fällen wird gegen den verteidigenden Spieler anschließend keine persönliche Strafe mehr ausgesprochen. Bislang konnte trotz des erzielten Tores nachträglich noch eine Verwarnung oder ein Platzverweis folgen.

Mit den Neuerungen verfolgt der DFB das Ziel, Unterbrechungen zu reduzieren und den Spielfluss weiter zu verbessern. Vor allem die verschärften Regeln bei Auswechslungen und Spielfortsetzungen dürften in der Praxis schnell sichtbar werden und sowohl Spieler als auch Trainer vor neue Herausforderungen stellen.