Beim Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf kann sich der MSV Duisburg auf außergewöhnlich viel Unterstützung verlassen. Für das Duell in der Landeshauptstadt stehen den Zebras insgesamt 7.941 Gästekarten zur Verfügung, deutlich mehr als bei einem regulären Gastspiel in der Düsseldorfer Arena. Damit könnte der MSV seine größte Auswärtskulisse seit der Rückkehr in die 3. Liga erleben.
Fortuna erweitert den Gästebereich deutlich
Der Ticketverkauf für die Duisburger Anhänger startet am Dienstag, 25. August. Normalerweise stehen Gästefans in Düsseldorf rund 5.200 Plätze zur Verfügung. Für die Begegnung mit dem MSV wird dieser Bereich allerdings erheblich ausgeweitet. Zusätzlich zum eigentlichen Gästesektor sollen die Duisburger zunächst neun weitere Blöcke auf der Nordtribüne nutzen können. Dabei handelt es sich um die Bereiche 122 bis 124, 16 bis 18 sowie B16 bis B18. Insgesamt wächst das Kontingent dadurch auf 7.941 Eintrittskarten.
Hintergrund der Aufteilung ist auch die Einstufung der Begegnung als Hochrisikospiel. Durch klar voneinander getrennte Bereiche soll eine stärkere Vermischung beider Fanlager auf den Tribünen möglichst vermieden werden. Auf Düsseldorfer Seite beginnt der freie Verkauf nach den bisherigen Planungen am 3. September. Dass Fortuna bei Spielen mit besonders großem Gästeinteresse zusätzliche Bereiche freigibt, ist nicht neu. Bereits in der vergangenen Zweitliga-Saison wurden bei entsprechenden Begegnungen gegen Schalke 04, den 1. FC Kaiserslautern und den VfL Bochum weitere Blöcke für Auswärtsfans geöffnet.
Aachen-Marke könnte deutlich übertroffen werden
Für den MSV eröffnet das zusätzliche Kontingent die Aussicht auf einen neuen Höchstwert seit dem Aufstieg in die 3. Liga. In der vergangenen Saison hatte die Partie bei Alemannia Aachen für die bislang größte Duisburger Unterstützung in der Fremde gesorgt. Damals begleiteten 6.200 MSV-Anhänger ihre Mannschaft auf den Tivoli. Sportlich blieb die Reise allerdings in schlechter Erinnerung: Duisburg kassierte im damaligen Aufstiegsrennen eine schmerzhafte Niederlage.
Sollten die knapp 8.000 Karten für Düsseldorf vollständig abgesetzt werden, würde diese Marke nun klar übertroffen. Für die Mannschaft dürfte das Auswärtsspiel damit zumindest auf den Rängen beinahe Heimspielcharakter bekommen.
Sportlich läuft es für die Zebras
Das große Interesse fällt in eine Phase, in der der MSV auch sportlich überzeugend in die neue Saison gekommen ist. Nach dem 3:0 gegen den SV Meppen und dem 4:2 beim SC Verl stehen die Duisburger nach zwei Spieltagen bei sechs Punkten. Neben dem 1. FC Saarbrücken gehört der MSV damit zu den beiden Mannschaften, die bislang ohne Punktverlust geblieben sind. Im DFB-Pokal endete die Serie am vergangenen Samstag mit einem 1:3 gegen Bundesligist Elversberg. Trotz des Ausscheidens zeigte Duisburg dabei eine respektable Vorstellung. Bevor die Konzentration wieder vollständig der 3. Liga gilt, wartet am Dienstag zunächst noch das Niederrheinpokalspiel beim 1. FC Wülfrath.
Das Duell in Düsseldorf rückt dennoch schon jetzt in den Fokus. Allein die Zahl der verfügbaren Gästekarten macht deutlich, welchen Stellenwert die Partie für das Duisburger Umfeld besitzt. Gelingt es dem MSV, seinen gelungenen Saisonstart bis Mitte September fortzusetzen, dürfte die Nachfrage für das Gastspiel in der Landeshauptstadt zusätzlich angeheizt werden.


