Der TSV Havelse kann seinen geplanten Umzug ins Eilenriedestadion vorerst nicht umsetzen. Wegen noch fehlender Sicherheits- und Statiknachweise hat der DFB die Spielstätte weiterhin nicht für die 3. Liga freigegeben. Damit bleibt die Heinz von Heiden Arena zunächst die Heimat des Aufsteigers – betroffen sind auch mehrere bereits geplante Heimspiele.
Zusatztribünen bleiben der entscheidende Punkt
Für Havelse hängt die Rückkehr in eine kleinere Spielstätte vor allem an den zusätzlich errichteten Tribünen im Eilenriedestadion. Bei einer gemeinsamen Begehung mit Verein, Stadionbetreiber, Feuerwehr, Bauaufsicht sowie Vertretern und Sachverständigen des DFB wurden dort noch Punkte festgestellt, die den Verbandsvorgaben nicht entsprechen. Dabei geht es nach Angaben des DFB insbesondere um den Brandschutz und um statische Nachweise für die Belastung der Konstruktionen durch Wind. Solange diese Voraussetzungen nicht vollständig erfüllt und dokumentiert sind, erhält das Stadion keine Freigabe für Drittligapartien.
Dass Havelse aktuell überhaupt in Hannover spielen kann, liegt an der Heinz von Heiden Arena. Sie war die Spielstätte, auf deren Grundlage der Klub die Zulassung für die Saison 2026/27 erhalten hatte. Schon zum Saisonstart war ein kurzfristiger Versuch gescheitert, zusätzlich das Eilenriedestadion genehmigen zu lassen. Damals fehlten ebenfalls noch erforderliche Nachweise für die mobilen Tribünen.
Drei beantragte Verlegungen vom Tisch
Die weiterhin ausstehende Freigabe hat direkte Folgen für die kommenden Wochen. Havelse hatte beantragt, die Heimspiele gegen den SV Waldhof Mannheim, die SG Sonnenhof Großaspach und Fortuna Köln im Eilenriedestadion auszutragen. Diesen Wechsel des Spielorts hat der DFB zum jetzigen Zeitpunkt nicht genehmigt. Für den Aufsteiger bedeutet das, dass er zunächst weiter mit der deutlich größeren Heinz von Heiden Arena planen muss. Selbst nach einer möglichen technischen Freigabe des Eilenriedestadions sind bei bereits angesetzten Begegnungen zudem organisatorische Fristen einzuhalten.
Grundsätzlich muss ein Antrag auf Änderung des Spielorts mindestens vier Wochen vor einer Partie beim zuständigen Spielleiter vorliegen. Für die konkrete Umsetzung benötigt der DFB nach eigenen Angaben außerdem einen Vorlauf von wenigstens zehn Tagen. Dabei spielen unter anderem die Zustimmung des jeweiligen Gegners sowie die Anforderungen der TV-Produktion eine Rolle.
Anfang Oktober wird zur wichtigen Marke
Der TSV hat dem Verband zugesagt, die noch notwendigen Arbeiten und die dazugehörigen Nachweise bis Anfang Oktober vorzulegen. Erst wenn die sicherheitsrelevanten und infrastrukturellen Bedingungen komplett erfüllt sind, kann das Eilenriedestadion für den Drittligabetrieb infrage kommen.
Für Havelse bleibt damit vorerst wenig Planungsspielraum. Die sportlich gewünschte Lösung mit Heimspielen im Eilenriedestadion ist weiterhin möglich, hängt nun aber von der rechtzeitigen Beseitigung der offenen Punkte und der anschließenden Genehmigung ab. Bis dahin steht fest: Die Heimspiele des Aufsteigers werden weiterhin in der Heinz von Heiden Arena ausgetragen.


