Die Chancen hatte der Waldhof, den Sieg nahm das Schlusslicht mit. Beim 0:1 gegen den zuvor punktlosen SC Verl ließ Mannheim zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt und bekam nach dem Abpfiff den Ärger der Fans zu hören. Pfiffe und Buhrufe begleiteten die zweite Niederlage in Serie, mit der der gute Eindruck vom Saisonstart weiter verblasst.
Erst fehlen die Tore, dann die Ideen
Am Ende wurde aus Mannheims Überlegenheit zunehmend Ratlosigkeit. Je näher der Schlusspfiff im Carl-Benz-Stadion rückte, desto seltener brachte der Waldhof die Verler Defensive noch ernsthaft in Bedrängnis. Die Gastgeber suchten weiter den Weg nach vorn, doch ihren Angriffen fehlten die Ideen. Dabei hatten die 8.642 Zuschauer zuvor genügend Gelegenheiten für einen anderen Ausgang gesehen. Vor allem Gonçalo Gregório sorgte immer wieder für Gefahr. Auch nach dem Seitenwechsel kam Mannheim zunächst zu etlichen Chancen, ohne den knappen Rückstand auszugleichen.
Schon vor der Pause hatte der Waldhof das Geschehen klar bestimmt. Verls Torhüter Timo Schlieck musste mehrfach eingreifen, um die Führung der Gastgeber zu verhindern. Bei einem direkten Freistoß von Gregório fehlte ebenfalls nicht viel: Der Ball flog knapp am Tor vorbei. Aus dem Chancenplus wurde jedoch kein Treffer.
Heike bestraft Mannheim kurz vor der Pause
Wie wenig die Verteilung der Spielanteile über das Ergebnis aussagte, zeigte die 44. Minute. Die bis dahin kaum überzeugenden Gäste kamen über Janne Berner zum entscheidenden Angriff. Dessen Position bei der Ballannahme war abseitsverdächtig, anschließend legte er im Strafraum für Tim Heike auf. Waldhof-Keeper Thijmen Nijhuis berührte den Abschluss noch, konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern. Statt mit einer angesichts der Möglichkeiten durchaus erreichbaren Führung ging Mannheim mit einem 0:1 in die Kabine. Dieser Spielstand hatte bis zum Ende Bestand, obwohl auch Verl spielerisch wenig anbot.
Gut eine Woche nach dem 2:3 beim TSV Havelse steht für die Kurpfälzer damit der nächste Rückschlag. Diesmal fehlten weder längere Phasen der Überlegenheit noch die Chancen auf eigene Tore. Gerade deshalb wiegt die Niederlage gegen das zuvor punktlose Schlusslicht schwer: Der Waldhof ließ eine Gelegenheit verstreichen, den Rückschlag von Havelse hinter sich zu lassen.



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