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Personalnot bei RWE: So weit ist der Poker um Florian Engelhardt

Rot-Weiss Essen arbeitet an einer Verstärkung für das zentrale Mittelfeld. Der vereinslose Florian Engelhardt soll nach Informationen der „WAZ“ in den kommenden Tagen einen Leistungstest absolvieren und könnte anschließend einen Vertrag beim Drittligisten erhalten. Ob RWE darüber hinaus noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist dagegen offen.

Drei Ausfälle verschärfen die Personalsituation

Die kommenden Wochen werden für Rot-Weiss Essen zu einer Belastungsprobe. Tony Menzel fällt mit einem Syndesmosebandriss aus, Nick Bätzner wird aufgrund schwerer muskulärer Probleme in der Wade fehlen und auch Max Geschwill steht wegen einer Reizung im Knie vorerst nicht zur Verfügung. Damit fehlen Trainer Uwe Koschinat gleich drei Spieler längerfristig. Besonders ins Gewicht fällt die Situation angesichts der vergleichsweise kleinen Personaldecke: Zum Essener Aufgebot gehören derzeit lediglich 20 etablierte Feldspieler.

Gleichzeitig wartet ein eng getakteter Herbst. Sollte RWE am 6. Oktober die dritte Runde des Niederrheinpokals gegen Landesligist Kosova Düsseldorf überstehen, könnten innerhalb von zehn Wochen insgesamt 14 Pflichtspiele zusammenkommen. Neben elf Drittliga-Partien steht am 27. Oktober auch das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig an.

Engelhardt soll seine Fitness nachweisen

Die Verantwortlichen um Direktor Profifußball Marcus Steegmann und Sportdirektor Christian Flüthmann haben deshalb den Markt der vertragslosen Spieler sondiert. Dabei ist Florian Engelhardt in den Fokus gerückt. Nach Informationen der „WAZ“ besteht innerhalb des Klubs grundsätzlich Einigkeit darüber, den 23-Jährigen verpflichten zu wollen. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

Zunächst soll überprüft werden, auf welchem körperlichen Niveau sich der Mittelfeldspieler nach seiner Zeit ohne Verein befindet. Für Montag ist dem Bericht zufolge ein ausführlicher Leistungstest vorgesehen. Fällt dieser zufriedenstellend aus, müssten anschließend noch die vertraglichen und finanziellen Bedingungen geklärt werden. Engelhardt stand zuletzt bei Viktoria Köln unter Vertrag und könnte aufgrund seiner Vereinslosigkeit auch außerhalb der regulären Transferperiode verpflichtet werden. Bis zu einer möglichen Einigung soll er individuell trainieren.

Zweite Verstärkung bislang nur eine Option

Eine weitere Neuverpflichtung ist deutlich weniger konkret. Koschinat hatte zuletzt öffentlich darauf hingewiesen, dass die Kaderbreite angesichts der bevorstehenden Belastung noch einmal überprüft werden müsse. Im Raum steht dabei insbesondere eine zusätzliche Alternative für die offensiven Außenpositionen. Demnach hat RWE allerdings noch keine konkreten Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt. Auch die grundsätzliche Entscheidung, ob tatsächlich noch ein weiterer Spieler kommen soll, steht demnach aus.

Koschinat hatte mit Blick auf die hohe Zahl an Spielen nach der Partie gegen Münster erklärt, dass der Verein genau prüfen müsse, ob die aktuelle Personaldecke für die intensive Phase ausreiche.

RWE hält sich weitere Schritte offen

Bei Engelhardt zeichnet sich damit ein klarer Fahrplan ab: Erst der körperliche Check, anschließend mögliche Vertragsverhandlungen. Beim Thema Flügelspieler dürfte RWE dagegen zunächst die weitere Entwicklung des Kaders und der verletzten Profis beobachten. Die sportliche Ausgangslage liefert den Verantwortlichen jedenfalls gute Gründe, sämtliche Optionen zu prüfen. Mit drei längerfristigen Ausfällen und einem dicht gefüllten Spielplan könnten zusätzliche Alternativen im Herbst schnell an Bedeutung gewinnen.

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