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Trotz Tabellenführung: An diesen Punkten arbeitet der MSV jetzt

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Beim MSV Duisburg gibt die Tabellenlage derzeit kaum Anlass zur Sorge. Nach sieben Spieltagen führen die Zebras die 3. Liga mit 18 Punkten an, trotzdem soll die ungewöhnlich lange Unterbrechung nicht ungenutzt verstreichen. Neben der Arbeit an taktischen Details rücken auch die Rückkehr angeschlagener Spieler und Trainingsgast Jonas David in den Fokus.

Trotz Tabellenführung bleibt Arbeit

Sechs Siege aus sieben Partien, dazu ein Torverhältnis von 19:7: Der Saisonstart des MSV Duisburg ist nahezu optimal verlaufen. Für Sportchef Chris Schmoldt ist die aktuelle Ausbeute entsprechend eine Bilanz, die er vor dem ersten Spieltag sofort akzeptiert hätte. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Punktausbeute. Anders als vor einem Jahr gehen die Duisburger diesmal nicht als Überraschungsmannschaft in die Saison. Nach Rang vier und dem knapp verpassten Aufstieg zählt der MSV inzwischen zu den Mannschaften, die von der Konkurrenz besonders aufmerksam betrachtet werden.

Aus Sicht Schmoldts ist das Team gegenüber der ersten Drittliga-Saison nach dem Aufstieg gereift. Wichtige Spieler konnten gehalten werden, gleichzeitig wurde der Kader gezielt verstärkt. Ein entscheidender Faktor des erfolgreichen Starts ist die Stabilität gegen den Ball. Schmoldt bezeichnete die Defensivleistungen als „unfassbar stabil“, wie aus einem Bericht der „NRZ“ hervorgeht.

Dass dennoch Verbesserungspotenzial vorhanden ist, zeigte zuletzt der 4:1-Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden. Trotz des deutlichen Ergebnisses ließ Duisburg nach Einschätzung des Sportlichen Leiters mehr gegnerische Möglichkeiten zu als gewöhnlich. Wiesbaden hatte sowohl vor dem ersten MSV-Treffer als auch nach dem zwischenzeitlich klaren Rückstand Chancen, die Partie enger zu gestalten.

Standards stehen in der Pause auf dem Programm

Die lange Länderspielunterbrechung verschafft dem Trainerteam nun Zeit, an Details zu arbeiten. Einen konkreten Schwerpunkt nannte Schmoldt bei ruhenden Bällen. Standards könnten offensiv wie defensiv entscheidenden Einfluss haben und sollen deshalb weiter verbessert werden. Zumindest am ersten Wochenende der Pause ging es für Teile des Trainerteams zunächst etwas ruhiger zu. Cheftrainer Dietmar Hirsch und Torwarttrainer Sven Beuckert verbrachten Zeit auf Mallorca. Schmoldt nutzte Freitag und Samstag dagegen für seine Arbeit und sah sich zwei Regionalliga-Spiele an.

Bevor der Ligabetrieb weitergeht, wartet zudem der Niederrheinpokal. Das Achtelfinale bei Blau-Weiß Dingden soll nach aktuellem Stand am Mittwoch, 7. Oktober, um 18.30 Uhr auf der Anlage am Höingsweg ausgetragen werden. Die Zustimmung der zuständigen Behörden steht allerdings noch aus.

Mehrere Rückkehrer – Symalla fehlt deutlich länger

Auch personell kommt die Unterbrechung dem Spitzenreiter gelegen. Joshua Bitter, Niklas Jessen und Christian Viet sollen bis zum nächsten Drittliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim II am Samstag, 10. Oktober, wieder zur Verfügung stehen können. Tyger Lobinger darf nach seiner Rotsperre ebenfalls wieder eingesetzt werden. Deutlich länger muss der MSV dagegen auf Simon Symalla verzichten. Der 21-Jährige hatte sich am 12. September bei der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf ohne gegnerische Einwirkung an der Leiste verletzt. Schmoldt rechnet nicht mehr mit einem Einsatz des Flügelspielers im laufenden Kalenderjahr. Im Idealfall soll Symalla während der Wintervorbereitung Schritte in Richtung Comeback machen.

Jonas David trainiert beim MSV mit

Eine weitere Personalie dürfte in den kommenden Tagen besondere Aufmerksamkeit erhalten. Innenverteidiger Jonas David wird zum Trainingsauftakt am Montag in Meiderich erwartet. Der 26-Jährige hatte in der vergangenen Saison beim SSV Ulm 1846 einen Kreuzbandriss erlitten und soll sich nach seiner Genesung zunächst im Mannschaftstraining des MSV fit halten.

Eine Verpflichtung ist damit nicht bestätigt. Interessant ist die Konstellation dennoch: Nach dem Abgang von Alexander Hahn zum 1. FC Bocholt verfügt Duisburg in der Innenverteidigung noch über eine offene Kaderposition. Zuletzt hatte David beim Hamburger SV II mittrainiert.

Damit verbindet der MSV die Ligapause gleich auf mehreren Ebenen mit konkreter Arbeit. Die Mannschaft soll sich erholen und angeschlagene Spieler zurückgewinnen, gleichzeitig werden sportliche Details nachgeschärft und mögliche Optionen für den Kader geprüft. Angesichts der Tabellenführung geschieht das aus einer komfortablen Position, der Anspruch in Duisburg bleibt dennoch, den starken Saisonbeginn weiterzuentwickeln.

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