Fortuna Düsseldorf zieht nach dem durchwachsenen Saisonstart in der 3. Liga die Konsequenzen: Alexander Ende ist nicht länger Cheftrainer der Rheinländer. Auch Co-Trainer Zlatko Muhovic muss gehen. Für die sportliche Trendwende soll nun Jens Langeneke sorgen, zunächst ohne klar befristetes Mandat.
Langeneke übernimmt die Profis
Der nächste Einschnitt bei Fortuna Düsseldorf ist perfekt. Nach nur wenigen Monaten endet die Amtszeit von Alexander Ende bei den Rheinländern, die nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga bislang nicht den erhofften Kurs eingeschlagen haben. Der Klub gab am Sonntag die Freistellung des 47-Jährigen bekannt. Auch sein Assistent Zlatko Muhovic gehört nicht mehr zum Trainerteam.
Die Verantwortung bei den Profis liegt ab sofort bei Jens Langeneke. Der frühere Fortuna-Profi war bislang für die U23 zuständig und rückt nach Vereinsangaben „bis auf Weiteres“ auf den Cheftrainerposten. Eine langfristige Lösung bestätigte der Verein damit nicht. Offen blieb zunächst auch, wer Langeneke im Trainerstab der ersten Mannschaft unterstützen wird. Die Nachfolge für die U23 soll ebenfalls separat geregelt werden.
Arabi sieht Bedarf für neuen Impuls
Sportvorstand Samir Arabi begründete die Entscheidung mit der sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen. Nach einer Analyse sei der Klub zu dem Schluss gekommen, dass die Mannschaft einen neuen Impuls brauche. Zugleich dankte Arabi Ende und Muhovic für ihren Einsatz. Mit Langeneke setzt Fortuna nun auf eine interne Lösung, die den Verein seit Jahren kennt. Der 49-Jährige absolvierte als Spieler mehr als 200 Pflichtspiele für die Düsseldorfer und genießt im Umfeld entsprechend hohes Ansehen. Arabi hob vor allem dessen Arbeit, Leidenschaft und Nähe zum Klub hervor. Dass Langeneke zunächst nur „bis auf Weiteres“ übernimmt, lässt der Vereinsführung zugleich Handlungsspielraum für die kommenden Wochen.
Endes kurze Amtszeit ohne Wende
Ende hatte die Fortuna erst im April von Markus Anfang übernommen. Seine Aufgabe war damals klar umrissen: Der Klub wollte in der Schlussphase der Zweitliga-Saison noch den Abstieg verhindern. Das gelang nicht. Nach dem Gang in die 3. Liga sollte unter Ende der Neustart gelingen, doch auch dort blieb Düsseldorf hinter den Erwartungen zurück.
Nach zehn Spielen steht F95 lediglich im Tabellenmittelfeld. Für einen Absteiger mit dem Anspruch, schnell wieder eine führende Rolle einzunehmen, war die Ausbeute zu wenig. Die Trennung ist damit auch ein Signal an die Mannschaft: Der Verein will nicht abwarten, bis sich der Abstand nach oben weiter vergrößert.
Ende selbst zeigte sich enttäuscht, akzeptierte die Entscheidung aber. Er habe weiterhin daran geglaubt, dass die Entwicklung der vergangenen Wochen zum gemeinsamen Ziel geführt hätte. Gleichzeitig bedankte er sich bei der Mannschaft und bei den Fans für deren Unterstützung.
Große Identifikation, klare Aufgabe
Langeneke übernimmt nun in einer Phase, in der Fortuna weniger ein langfristiges Konzept präsentieren muss als schnelle Stabilität benötigt. Seine erste Aufgabe wird sein, der Mannschaft Sicherheit zu geben und die Erwartungen an einen ambitionierten Drittligisten wieder stärker mit den Leistungen auf dem Platz zu verbinden. Der neue Chefcoach kündigte an, Verantwortung übernehmen und die Kräfte bündeln zu wollen. Seine Verbindung zum Verein dürfte ihm den Start erleichtern. Entscheidend wird jedoch nicht die Fortuna-Vergangenheit sein, sondern die Frage, ob Langeneke kurzfristig Ergebnisse liefern kann.
Für Düsseldorf beginnt damit die nächste Bewährungsprobe nach dem Abstieg. Die Trainerfrage ist fürs Erste beantwortet – ob daraus auch eine dauerhafte Lösung entsteht, hängt nun vor allem von der Reaktion der Mannschaft ab.



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