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Erst Elfmeterfrust, dann Doppelpack: Eisele prägt Aspachs Aufholjagden

Foto: Waldhof Fotos

Zweimal stand die SG Sonnenhof Großaspach in wenigen Tagen zur Pause mit 0:2 hinten. Zweimal kam der Aufsteiger zurück. Auf das 2:2 bei Viktoria Köln folgte am Samstag ein 3:2 gegen Preußen Münster. Vier Punkte aus diesen beiden Partien sind eine beachtliche Antwort auf das vorherige 1:5 gegen Waldhof Mannheim. Fabian Eisele war an beiden Wendungen maßgeblich beteiligt.

Ein Fehlschuss beendet die Aufholjagd nicht

In Köln musste Eisele zunächst von der Bank aus zusehen. Nach seiner Einwechslung verkürzte er in der 70. Minute auf 1:2. Kurz vor Schluss bekam er die Gelegenheit zum Ausgleich vom Elfmeterpunkt, scheiterte aber an Viktoria-Torwart Arne Schulz. Die Chance auf einen Punkt schien damit vergeben. Doch Großaspach griff erneut an. Loris Maier erzielte in der 88. Minute das 2:2. Der Aufsteiger hatte dem Tabellenzweiten einen Punkt abgenommen und sich dabei auch von einem zusätzlichen Rückschlag mitten in der eigenen Aufholjagd nicht stoppen lassen.

Gegen Münster fällt auch noch der dritte Treffer

Drei Tage später wurde die Widerstandskraft erneut gefordert. Felix Higl traf zweimal für Münster, Großaspach ging wieder mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine. Der Anschlusstreffer ließ bis zur 61. Minute auf sich warten. Dann traf Tim Rossmann, und sieben Minuten später glich Eisele aus. Diesmal blieb es nicht beim Remis. Nachdem Lukas Stoppel bereits die Latte getroffen hatte, nutzte Eisele einen Abpraller zum 3:2. Zwischen dem ersten und dem dritten Aspacher Tor lagen nur 22 Minuten. Für die SG endete damit eine Serie von fünf sieglosen Ligaspielen.

Wie groß die Anspannung bis zum Schluss blieb, schilderte die Backnanger Kreiszeitung an einer Szene auf der Tribüne: Der gelbgesperrte Kapitän Volkan Celiktas drängte den Schiedsrichter mit „Pfeif ab, pfeif ab“ zum Schlusspfiff. Großaspach brachte den Vorsprung über die Zeit.

Vier Punkte gewonnen, ein Problem bleibt

Eisele erzielte drei der fünf Aspacher Tore in diesen beiden Spielen. Sein verschossener Strafstoß in Köln hatte damit weder die erste Aufholjagd beendet noch ihn selbst aus dem Tritt gebracht. Für die Mannschaft von Pascal Reinhardt ist das ein ermutigender Befund nach der deutlichen Niederlage gegen Mannheim. Zu einer dauerhaften Erfolgsformel taugen die jüngsten Spielverläufe allerdings kaum. Zweimal musste Großaspach nach schwachen ersten Hälften einen erheblichen Rückstand aufholen. Die Reaktion nach der Pause verdient Anerkennung; die Entstehung dieser Rückstände bleibt zugleich eine Aufgabe für das Trainerteam.

Am Samstag, 24. Oktober, um 14 Uhr geht es bei Wehen Wiesbaden weiter. Dort bietet sich die nächste Gelegenheit, an die vier gewonnenen Punkte anzuknüpfen – möglichst mit einer Leistung, die schon vor der Halbzeit trägt.

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