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Viktoria Köln dreht Partie gegen Verl – nur noch zwei Punkte hinter Duisburg

Foto: Viktoria Köln

Viktoria Köln hat im Aufstiegsrennen der 3. Liga ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm bezwang den SC Verl nach einem Pausenrückstand mit 3:1 (0:1) und ist damit seit sieben Spielen ungeschlagen. Besonders wertvoll wird der Erfolg durch das gleichzeitige Ergebnis aus Ingolstadt: Weil Spitzenreiter MSV Duisburg beim FCI verlor, verkürzten die Rheinländer den Rückstand auf die Zebras auf nur noch zwei Punkte.

Viktoria Köln nutzt Duisburgs Patzer eiskalt aus

Lange deutete im Sportpark Höhenberg wenig auf einen derart erfolgreichen Nachmittag für die Gastgeber hin. Zwar hatte die Viktoria über weite Strecken mehr Spielanteile, doch der SC Verl präsentierte sich defensiv aufmerksam und setzte selbst gefährliche Nadelstiche. Erst in den letzten 20 Minuten belohnten sich die Kölner für ihren Aufwand und verwandelten einen drohenden Rückschlag in drei wichtige Punkte. Zum entscheidenden Faktor wurde dabei die Effizienz in der Schlussphase. Nachdem David Otto in der 71. Minute den Ausgleich erzielt hatte, sorgten Taylan Duman (86.) und Kilian Jakob (89.) mit ihren Treffern für die späte Entscheidung. Damit setzte Köln seine beeindruckende Serie fort und profitierte gleichzeitig vom Ausrutscher eines direkten Konkurrenten.

Verl trifft kurz vor der Pause – Köln zunächst glücklos

Dabei hatten die Gäste durchaus Möglichkeiten, die Begegnung frühzeitig in ihre Richtung zu lenken. Besonders gefährlich wurde es nach 24 Minuten, als Verls Angreifer Tim Heike nach einer Hereingabe von Moritz Kaube nur die Latte traf. Auf der anderen Seite erspielte sich die Viktoria ebenfalls Gelegenheiten. Donny Bogicevic? Nein, vor allem die Offensivaktionen über Yannick Tonye und Lucas Wolf beschäftigten die Verler Hintermannschaft. Ein vermeintlicher Kölner Treffer in der 37. Minute wurde wegen eines Handspiels von Duman nicht anerkannt.

Den entscheidenden Akzent vor dem Seitenwechsel setzte schließlich Verl. Fabian Wessig, der bereits in der 16. Minute für den verletzten Joshua Eze eingewechselt worden war, zog in der dritten Minute der Nachspielzeit ab. Sein Schuss wurde von Kölner Seite unhaltbar abgefälscht und brachte den Sportclub mit 1:0 in Führung.

Drei Tore in 18 Minuten bringen die Wende

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Köln zunehmend den Druck, ohne zunächst die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Duman traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, während die Gäste ihren Vorsprung mit konzentrierter Defensivarbeit verteidigten. In der 71. Minute fand die Viktoria schließlich eine Lücke. Trotz enger Bewachung brachte Patrick Sponsel den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Otto per Kopf zum 1:1 vollendete. Anschließend entwickelte sich eine umkämpfte Schlussphase, in der die Gastgeber ihre entscheidenden Chancen konsequent nutzten. Eine Flanke von Pascal Fallmann verwertete Duman fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem präzisen Kopfball zur erstmaligen Kölner Führung.

Nur drei Minuten später machte Jakob alles klar. Nach einem starken Dribbling von Niklas Castelle erhielt der früh eingewechselte Außenspieler den Ball im Strafraum und schlenzte ihn zum 3:1 ins lange Eck. Verls Torhüter Philipp Schlieck blieb ohne Abwehrmöglichkeit.

Sieben Spiele ohne Niederlage: Köln bleibt oben dran

Während der SC Verl nach der Niederlage weiterhin auf seinen nächsten Sieg warten muss, nimmt die Entwicklung der Viktoria immer deutlichere Konturen an. Bereits beim jüngsten Unentschieden im direkten Duell mit Duisburg hatten die Kölner ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis gestellt. Gegen Verl folgte nun der nächste wichtige Schritt. Vor allem die Reaktion auf den Rückstand dürfte Trainer Marian Wilhelm gefallen haben. Seine Mannschaft verlor trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten nicht die Geduld und entschied die Begegnung mit einer starken Schlussphase.

Der Blick auf die Tabelle macht den Erfolg besonders wertvoll: Nur noch zwei Punkte trennen Viktoria Köln vom MSV Duisburg. Die Rheinländer haben damit ihre Ausgangsposition im Kampf um die Spitzenplätze weiter verbessert und unterstreichen, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist.

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