Beim SC Preußen Münster zeichnet sich die endgültige Lösung auf der Torwartposition ab. Johannes Schenk steht nach Informationen der „BILD“ und exklusiven Information von Liga3-News vor einer einjährigen Leihe zum SK Beveren. Für den 23-Jährigen geht es damit in die belgische Jupiler Pro League, während Münster seine Planungen zwischen den Pfosten ohne ihn fortsetzen kann.
Schenk soll für ein Jahr nach Belgien
Nach dem Bericht haben sich Preußen Münster und SK Beveren auf ein Leihgeschäft für die kommende Saison verständigt. Demnach soll der belgische Aufsteiger für Schenk eine Gebühr von rund 200.000 Euro zahlen. Ein dauerhafter Abschied, der zwischenzeitlich ebenfalls im Raum gestanden hatte, wäre damit zunächst vom Tisch. Für Münster bietet dieses Modell mehrere Möglichkeiten. Schenks Vertrag läuft noch bis 2028, sodass der Drittligist auch nach der Leihe über die Zukunft des Torhüters entscheiden kann.
Sollte sich der frühere deutsche U21-Nationalspieler in Belgien empfehlen, könnte sich seine Ausgangslage auf dem Transfermarkt entsprechend verbessern. Am Dienstag fehlte Schenk bereits beim Training der Preußen. Stattdessen machte er sich auf den Weg nach Belgien, wo der Medizincheck für den Wechsel vorgesehen war.
Preußen hatte sich auf den Abschied vorbereitet
Überraschend kommt die Entwicklung in Münster nicht. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga deutete bereits einiges darauf hin, dass Schenk seine Karriere nicht in der 3. Liga fortsetzen würde. Auch die personellen Entscheidungen der vergangenen Wochen passten dazu. Mit Matthis Harsmann verpflichteten die Preußen einen weiteren Schlussmann. Beim Testspiel gegen den FC Southampton trug zudem Morten Behrens die Rückennummer 1. Schenk verfolgte die Partie lediglich von der Tribüne.
Damit dürfte die Hierarchie im Münsteraner Tor für die neue Saison deutlich klarer sein. Statt weiter auf eine kurzfristige Transferlösung für Schenk warten zu müssen, können die Verantwortlichen nun mit den verbliebenen Keepern planen.
Beveren bietet Schenk eine neue Bühne
Für Schenk wiederum eröffnet der Wechsel die Chance, sich weiterhin auf Erstliga-Niveau zu präsentieren. Beveren ist zur Saison 2026/27 in die Jupiler Pro League aufgestiegen und startet am Sonntag, 9. August, auswärts bei Royal Antwerp FC in die neue Spielzeit. Eine Woche später steht das Heimspiel gegen den RSC Anderlecht an. Nach seiner starken ersten Saison in der 2. Bundesliga hatte Schenk im folgenden Jahr wie die gesamte Münsteraner Mannschaft nicht mehr durchgehend an die vorherigen Leistungen anknüpfen können. Den Abstieg der Preußen konnte auch er letztlich nicht verhindern.
Neustart mit Perspektive
Die Leihe kann deshalb für beide Seiten sinnvoll sein: Münster bindet Schenk weiterhin vertraglich, schafft aber Klarheit für den eigenen Kader. Der Torhüter erhält gleichzeitig die Möglichkeit, sich in einer ersten Liga neu zu beweisen. Wie es nach der Saison 2026/27 weitergeht, bleibt offen, spätestens im kommenden Sommer dürfte Schenks Zukunft erneut zum Thema werden.



