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„Ende raus“-Rufe bei Fortuna Düsseldorf: Der Druck auf den Trainer wächst

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Fortuna Düsseldorf gerät im Kampf um den direkten Wiederaufstieg zunehmend unter Druck. Nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl wächst nicht nur der Abstand zu den Spitzenplätzen, sondern auch die Unzufriedenheit im eigenen Umfeld. Erstmals wurden die Proteste gegen Trainer Alexander Ende deutlich hörbar. Für den 47-Jährigen könnte die anstehende Englische Woche deshalb besonders wichtig werden.

Sieben Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz

Acht Spieltage sind absolviert, doch Fortuna Düsseldorf sucht weiterhin nach der erhofften Konstanz. Drei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen ergeben elf Punkte und Tabellenplatz zehn. Für einen Verein, der nach dem Abstieg möglichst schnell in die 2. Bundesliga zurückkehren möchte, ist das eine ernüchternde Zwischenbilanz. Besonders problematisch ist die Entwicklung an der Tabellenspitze. Viktoria Köln liegt auf dem zweiten Rang bereits sieben Zähler vor Düsseldorf. Spitzenreiter MSV Duisburg hat sogar zehn Punkte Vorsprung. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Fortuna den Tabellenführer im direkten Vergleich bereits bezwingen konnte.

Zwar bleiben noch 30 Spieltage, doch die Ausgangslage erhöht den Erfolgsdruck. Jeder weitere Punktverlust könnte die notwendige Aufholjagd erschweren. Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung einer schnellen Rückkehr in die Zweitklassigkeit. Ein längerer Aufenthalt in der 3. Liga würde die sportlichen und finanziellen Planungen des Klubs zusätzlich belasten.

Zwei Führungen reichen Fortuna nicht zum Sieg

Das Heimspiel gegen den SC Verl verdeutlichte, warum Düsseldorf bislang nicht mit den Spitzenmannschaften mithalten kann. Tim Oberdorf brachte die Gastgeber in der 38. Minute nach vorne. Noch vor dem Seitenwechsel gelang Tim Heike jedoch der Ausgleich. Unmittelbar nach Wiederbeginn sorgte Kapitän Jorrit Hendrix für das 2:1. Doch auch diese Führung hatte keinen Bestand. Janne Berner traf in der 55. Minute zum erneuten Ausgleich und sicherte den Gästen damit einen Punkt.

Dabei hätte Düsseldorf die Begegnung durchaus für sich entscheiden können. Die Mannschaft erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, nutzte diese aber nicht konsequent genug. Gleichzeitig gelang es ihr nicht, den Vorsprung gegen einen zunehmend stärker werdenden Gegner zu verteidigen. Gerade diese Kombination bereitet Sorgen. Mit insgesamt acht Treffern in acht Ligaspielen gehört die Chancenverwertung weiterhin zu den Baustellen. Gegen Verl zeigte sich zusätzlich, dass auch zwei eigene Tore keine Garantie für drei Punkte sind.

Alexander Ende spürt die wachsende Ungeduld

Die sportliche Bilanz bleibt nicht ohne Folgen für die Stimmung rund um die Fortuna. Während der Partie gegen Verl forderten Teile der Zuschauer mit „Ende raus“-Rufen einen Trainerwechsel. Die Kritik richtet sich damit zunehmend auch gegen den Mann, der die Düsseldorfer zurück in die 2. Bundesliga führen soll. Ende hatte zuvor um Geduld geworben und eine Weiterentwicklung seiner Mannschaft in Aussicht gestellt. Einzelne Verbesserungen sind durchaus erkennbar. Allerdings gelingt es Düsseldorf bislang zu selten, diese Fortschritte in erfolgreiche Ligaauftritte umzusetzen.

Für den Trainer entsteht dadurch eine schwierige Situation. Einerseits benötigt seine Spielidee Zeit, andererseits wächst mit jedem verlorenen Punkt der Abstand zum angestrebten oberen Tabellenbereich. Die bislang ausgeglichene Saisonbilanz liefert jedenfalls kaum Argumente für die notwendige Aufholjagd. Wie schnell sich die öffentliche Diskussion beruhigt, dürfte deshalb vor allem von den nächsten Ergebnissen abhängen.

Zwei anspruchsvolle Aufgaben innerhalb von vier Tagen

Bereits am Mittwoch (14. Oktober, 19 Uhr) gastiert Düsseldorf bei Preußen Münster. Die Westfalen stehen mit zwölf Punkten unmittelbar vor der Fortuna. Am Samstag (17. Oktober, 14 Uhr) folgt das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken, der mit 14 Zählern den fünften Tabellenplatz belegt. Beide Begegnungen bieten Düsseldorf die Gelegenheit, den Abstand zu Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte zu verkürzen. Weitere Rückschläge würden dagegen die ohnehin angespannte Situation verschärfen.

Eine Entscheidung über die Zukunft von Alexander Ende lässt sich daraus noch nicht ableiten. Allerdings dürfte die sportliche Entwicklung in den kommenden Tagen besonders aufmerksam verfolgt werden. Will Fortuna Düsseldorf den Anschluss an das Aufstiegsrennen nicht frühzeitig verlieren, muss die Mannschaft ihre Leistungen endlich regelmäßig in Siege umwandeln.

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