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Waldhof drohen bis zu 65.000 Euro Einnahmeausfall zusätzlich zur DFB-Strafe

Foto: Waldhof X

Die finanziellen Folgen der Ausschreitungen gegen Kaiserslautern reichen für Waldhof Mannheim über die DFB-Geldstrafe hinaus. Für das Heimspiel gegen Hoffenheim II am Sonntag drohen dem Drittligisten zusätzliche Einnahmeausfälle. Der „Mannheimer Morgen“ beziffert die vereinsinterne Erwartung auf 55.000 bis 65.000 Euro. Damit bekommt das bereits rechtskräftige Urteil eine weitere wirtschaftliche Dimension.

Geldstrafe und entgangene Einnahmen kommen zusammen

Der DFB hat Waldhof wegen der Vorfälle beim Pokalspiel am 21. August mit 100.000 Euro belegt. Zusammen mit dem berichteten Einnahmeausfall ergibt sich rechnerisch eine Belastung von 155.000 bis 165.000 Euro. Das ist keine abschließende Schadensbilanz: Der Erlösausfall ist eine Prognose, und die Geldstrafe darf teilweise für Maßnahmen im eigenen Stadion verwendet werden.

Bis zu 40.000 Euro kann der Klub laut DFB in Sicherheitstechnik oder Gewaltprävention investieren. Dieser Betrag wird also nicht einfach erlassen. Er kann innerhalb der Strafe einem anderen Zweck zugeführt werden. Die Unterscheidung ist wesentlich, wenn die wirtschaftlichen Folgen des Urteils bewertet werden.

Wer gegen Hoffenheim II ins Stadion darf

Für die Begegnung am 25. Oktober um 19.30 Uhr gelten konkrete Zugangsbeschränkungen. Zugelassen sind Sitzplatz-Dauerkarten der Blöcke 1 bis 6 und 11 bis 18 sowie Stehplatz-Dauerkarten aus den Bereichen F, G, H, M, N und O. Hinzu kommen VIP- und Schiedsrichterkarten sowie Anhänger des Gastvereins. Einen weiteren Kartenverkauf erlaubt das Urteil nicht. Die ersten zehn Reihen der Haupttribüne müssen frei bleiben. Von den zwei verhängten Liga-Heimspielen mit Teilausschluss wird zunächst eines vollstreckt; das zweite ist bis Ende 2028 zur Bewährung ausgesetzt.

Waldhof kündigt weitere Sicherheitsmaßnahmen an

Der Verein hat das Urteil akzeptiert und verweist auf eine bereits eingeleitete Aufarbeitung mit Behörden, Sicherheitsverantwortlichen und Fanvertretern. In seiner Stellungnahme erklärt er: „Gewalt und sicherheitsgefährdendes Verhalten haben im Carl-Benz-Stadion keinen Platz“. Zugleich will Waldhof den Austausch mit der aktiven Fanszene fortsetzen. Nach Vereinsangaben wurde der Ordnungsdienst in sensiblen Bereichen verstärkt. Weitere Vorhaben betreffen Einlasskontrollen, Videoüberwachung und ein Schutzkonzept. Die angekündigten Maßnahmen müssen nun im Stadionalltag greifen.

Für Mannheim geht es damit um mehr als die Abwicklung einer Strafe. Der Klub muss Sicherheit herstellen und zugleich verhindern, dass weitere Einschränkungen erneut Einnahmen kosten. Am Sonntag werden die Folgen der Pokal-Ausschreitungen auch im Liga-Heimspiel sichtbar.

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