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Zwölf Tore, acht Punkte: Der wechselhafte Oktober des MSV Duisburg

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Der MSV Duisburg hat im Oktober in jedem Ligaspiel getroffen. Dennoch blieb die Mannschaft von Dietmar Hirsch in den vergangenen drei Begegnungen ohne Sieg. Zwölf eigene Treffer und acht Punkte aus fünf Partien zeigen, wie unterschiedlich der Monat für die Zebras verlief.

Zwei Siege zum Auftakt, danach zwei Punkte

Mit dem 3:2 gegen die TSG Hoffenheim II und dem 4:2 beim 1. FC Saarbrücken holte Duisburg zunächst sechs Punkte aus zwei Oktoberpartien. Gegen Viktoria Köln (1:1), beim FC Ingolstadt (1:2) und gegen den VfB Stuttgart II (3:3) kamen anschließend nur noch zwei Zähler hinzu. Dabei blieb der MSV auch defensiv in keinem der fünf Spiele ohne Gegentor. Insgesamt kassierten die Zebras zehn Treffer, im Schnitt also zwei pro Begegnung. Schon bei den Siegen gegen Hoffenheim und Saarbrücken waren jeweils mindestens drei eigene Tore nötig, um die Gegentreffer aufzuwiegen.

Frühe Führungen reichten zuletzt nicht

Bei den beiden jüngsten Auftritten lag Duisburg bereits nach wenigen Minuten vorn. In Ingolstadt traf Dominik Kother in der vierten Minute zum 1:0. Auch der Platzverweis gegen FCI-Verteidiger Georgios Antzoulas in der 34. Minute führte jedoch nicht zu einem Duisburger Erfolg: Beim Stand von 1:1 begann die Überzahl, nach der Pause kassierte der MSV das entscheidende Gegentor. Gegen Stuttgart II war die Ausgangslage noch günstiger. Lex-Tyger Lobinger traf zweimal, Aljaz Casar erhöhte bereits in der elften Minute auf 3:0. Dann änderten sich die Bedingungen: Tobias Fleckstein musste in der 39. Minute mit Rot vom Platz. Die Gäste verkürzten noch vor der Pause und retteten durch Eliot Bujupis Treffer in der Nachspielzeit ein 3:3.

Für die Einordnung ist dieser Unterschied wichtig. In Ingolstadt konnte Duisburg die personelle Überlegenheit nicht nutzen, gegen Stuttgart musste die Mannschaft mehr als eine Halbzeit mit zehn Spielern auskommen. Die Gemeinsamkeit bleibt, dass aus zwei frühen Führungen zusammen nur ein Punkt wurde.

Ohne Fleckstein nach Münster

Der Platzverweis wirkt sich auch auf die nächste Aufgabe aus. Das DFB-Sportgericht hat Fleckstein für ein Meisterschaftsspiel gesperrt; das Urteil ist rechtskräftig. Damit fehlt der Innenverteidiger am Samstag, 7. November, wenn der MSV um 16.30 Uhr bei Preußen Münster antritt. Hirsch muss seine zuletzt gegen Stuttgart eingesetzte Abwehr entsprechend verändern. Bei aller Enttäuschung über die jüngsten Ergebnisse bleibt die bisherige Saisonbilanz beachtlich: Duisburg hat acht seiner zwölf Ligaspiele gewonnen und 26 Punkte gesammelt.

Die aktuelle Serie ohne Sieg beschreibt damit einen Rückschritt gegenüber dem erfolgreichen Saisonbeginn, aber noch keinen länger anhaltenden Negativtrend. Aus der Oktoberbilanz lässt sich vor allem eine Aufgabe ableiten: Der MSV braucht wieder mehr Sicherheit, wenn er sich einen Vorsprung erarbeitet hat. Die vergangenen beiden Spiele zeigen, wie wenig selbst frühe Treffer garantieren. In Münster bietet sich die nächste Gelegenheit, aus einer Führung wieder einen Sieg zu machen.

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